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Hintergrundbild Epoche

Frei im Weltraum


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Alexej Leonow
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So sahen die Luftschleuse und Leonows Raumanzug aus.
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Edward White im All

Der erste Mensch, der den Schutz des Raumschiffs verließ und frei im Weltraum schwebte, war der Russe Alexej Leonow. Damit gewann die Sowjetunion den "Wettlauf ins All" wieder einmal. Zuvor hatten die Russen als erste ein Lebewesen in den Weltraum geschickt (1957), einen Menschen (1961), eine Frau (1963) und mehrere Menschen gemeinsam (1964).

Außenbordeinsätze

Ein Außenbordeinsatz dient dazu, an einem Raumfahrzeug oder einer Raumstation von außen Arbeiten vorzunehmen. Das kann das Anbringen von Messinstrumenten sein oder eine Reparatur. Auch der Ausstieg auf dem Mond war ein Außenbordeinsatz. Das ist immer gefährlich, denn der Astronaut verlässt den Schutz des Raumschiffs. Er muss dabei einen Raumanzug tragen.

Flug Woschod 2

Am 18. März 1965 verließ mit Alexej Leonow zum ersten Mal ein Mensch ein Raumschiff im All. Er flog zusammen mit Pawel Beljajew in einem Woschod-Raumschiff. Der Raumflug wurde "Woschod 2" genannt.

Ausstieg im Weltraum

Über eine aufblasbare Luftschleuse verließ Leonow das Raumschiff, das um die Erde kreiste. Die Schleuse sorgte für den Druckausgleich. An einer Leine war er gesichert. Mehrere Minuten schwebte Leonow neben dem Raumschiff. Die Rückkehr gestaltete sich schwieriger als erwartet, da sich sein Anzug aufgebläht hatte und er zunächst nicht in die Schleuse passte. Nachdem der Druck verringert worden war, konnte er dann aber mit dem Kopf voran wieder in die Woschod zurückkehren.

Landungsprobleme

Die Luftschleuse wurde anschließend abgesprengt. Es gab aber daraufhin Probleme, weil der Druck in den Sauerstoffbehältern zu schnell sank. Dann funktionierte auch das automatische Landesystem nicht. Während der 18. Erdumkreisung musste Beljajew darum das Raumschiff per Hand zur Landung bringen. Weil die Zündung 48 Sekunden zu spät erfolgte, taumelte die Woschod nun und landete schließlich 2000 km vom geplanten Platz entfernt im Ural-Gebirge. Ein Hubschrauber fand die beiden Kosmonauten schließlich. Ihre Bergung aus dem unzugänglichen Gelände dauerte doppelt so lange wie der Raumflug.
Die Probleme dieses Fluges wurden vor der Öffentlichkeit geheim gehalten. Statt dessen feierte man den Triumph über die Amerikaner.

Und die USA?

Nur wenige Wochen später zogen die Amerikaner mit ihrem ersten Weltraumausstieg nach. Edward White stieg am 3. Juni 1965 aus dem Gemini-4-Raumschiff aus. Zum Manövrieren im All wurde erstmals eine Rückstoßpistole getestet. Außerdem war dieser Raumflug der erste, der vom 1961 eröffneten NASA-Kontrollzentrum in Houston überwacht wurde.


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