WERBUNG
WERBUNG
 
 
 
 

Freie Deutsche Jugend


0
Pfingsttreffen der FDJ
1
FDJ-Ausweis
2
Das Blauhemd
3
Eine FDJ-lerin im Blauhemd übergibt Blumen an Erich Honecker (1976).
4
Fackelzug der FDJ zwischen Brandenburger Tor und Marx-Engels-Platz zum 40. Jahrestag der Deutschen Demokratischen Republik

Gründung der FDJ

Angeregt von der KPD wurde am 7. März 1946 die Freie Deutsche Jugend gegründet. Die Ziele waren vor allem ideologisch begründet: Man wollte die Jugendlichen zu sozialistischen Persönlichkeiten formen, ihnen die Grundsätze des Marxismus-Leninismus beibringen und ihnen nahelegen, sich für die unterdrückten Völker und gegen den Imperialismus einzusetzen.

Aufbau der FDJ

Wie alle Organisationen der DDR war auch die FDJ zentralistisch aufgebaut. Auf oberster Ebene stand der Zentralrat der FDJ mit ihrem Ersten Sekretär an der Spitze. Erich Honecker und Egon Krenz waren lange Jahre in diesem Amt. In der Ebene darunter standen die Bezirksleitungen und die Kreisleitungen (z. B. innerhalb eines Kombinats, in der NVA o. ä.). Die Ebene darunter wiederum war die der Schulen, Universitäten und Betriebe. Und schließlich hatte jede Gruppe (z. B. eine Schulklasse) einen Gruppenleiter.

Mitgliedschaft

Mit 14 Jahren konnte man Mitglied der FDJ werden. Dazu musste man einen Antrag stellen. 1971 waren 58 Prozent aller Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren Mitglied der FDJ, 1986 war der Anteil auf 74 Prozent gestiegen und 1989 waren es sogar 88 Prozent. Die Mitgliedschaft war freiwillig, doch wer nicht beitrat, musste mit Nachteilen rechnen. So wurden in der Regel nur FDJ-Mitglieder zur weiterführenden Schule (EOS, siehe In der Schule) und zum Studium zugelassen.

Kleidung und Gruß

Wie die Pioniere hatten auch die FDJ-ler eine eigene Kleidung, das war das Blauhemd. Auf dem linken Ärmel befand sich das Emblem der FDJ, der Schriftzug mit einer aufgehenden Sonne. Das Blauhemd wurde zu offiziellen Anlässen getragen, z. B. beim Fahnenappell oder am Tag der Republik, dem 7. Oktober.

Der Gruß der FDJ lautete "Freundschaft".  So grüßte der Gruppenleiter zu Beginn einer FDJ-Versammlung oder eines Fahnenappells z. B. mit "Ich begrüße euch mit dem Gruß der Freien Deutschen Jugend: Freundschaft!", woraufhin die Gruppe mit "Freundschaft" antwortete.

FDJ - allgegenwärtig

Die FDJ durchdrang  Alltag und Freizeit der jungen Leute. Sie organisierte zahlreiche Freizeitangebote und eröffnete Jugendklubs. Zu ihren Aufgaben gehörte auch die Leitung der Jungen Pioniere, z. B. als Gruppenleiter. 1975 gründete die FDJ das Jugend-Reisebüro Jugendtourist. Die FDJ gab auch eine eigene Zeitung heraus, die Junge Welt. Sie war die Zeitung mit der größten Auflage in der DDR. Auch auf das Jugendradio DT64 nahm die FDJ Einfluss.

Es gab eigene "Ordnungsgruppen der FDJ", eine Art Sicherheitsdienst, der bei größeren Jugendveranstaltungen Ordnerdienste übernahm. Die FDJ organisierte zudem Ernteeinsätze, Poetenseminare, Jugendbrigaden und Jugendobjekte. Letztere waren Baumaßnahmen o.ä., bei denen Jugendliche halfen.

Pfingsttreffen und Fackelzüge

Alle fünf Jahre wurden zu Pfingsten große Treffen der FDJ organisiert. In einer größeren Stadt kam man zusammen, demonstrierte für den Frieden und hörte Reden. Auch große Fackelzüge wurden organisiert. Der letzte fand zum 40. Jahrestag der DDR-Gründung im Oktober 1989 statt.


WERBUNG
WERBUNG
  • Hintergrund BRD
  • Hintergrund DDR

Gefördert in den Jahren 2011 bis 2013 von: