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Ministerrat


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Ministerrat der DDR (Juni 1981). Die einzige Frau (in der Mitte) ist Margot Honecker, "Ministerin für Volksbildung". Rechts neben ihr steht Erich Mielke, Minister für Staatssicherheit.
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Das Alte Stadthaus in der Kosterstraße in Ost-Berlin 1963: In ihm befanden sich die Amtsräume des Ministerrates.

Der Ministerrat war die offizielle Regierung der DDR. Der Vorsitzende des Ministerrates hieß zunächst Ministerpräsident, ab 1964 dann "Vorsitzender des Ministerrats". Seit 1953 war das Alte Stadthaus der Dienstsitz des Ministerrates. Es liegt in der Nähe vom Alexanderplatz in Berlin.

Mitglieder des Ministerrats

Die Minister wurden von der Volkskammer gewählt. Zusammen bildeten sie den Ministerrat. Weitere Mitglieder im Ministerrat waren außerdem der Vorsitzende der Staatlichen Planungskommission (siehe: Wirtschaft), der Präsident der Staatsbank und mehrere Staatssekretäre. Hatte der Ministerrat 1950 nur 18 Mitglieder, stieg die Anzahl bis 1989 auf 39. Der Ministerpräsident und seine elf Stellvertreter bildeten wiederum das Präsidium des Ministerrats.

Die Vorsitzenden des Ministerrats: Grotewohl, Stoph und Sindermann

Der erste, noch Ministerpräsident genannte Vorsitzende des Ministerrats war Otto Grotewohl. Nach seinem Tod 1964 wurde das Amt umbenannt. Sein Nachfolger wurde Willi Stoph, der sich in dieser Funktion mit Bundeskanzler Willy Brandt traf. Stoph wurde nach dem Tod Walter Ulbrichts zunächst Staatsratsvorsitzender, Horst Sindermann dafür Vorsitzender des Ministerrats. 1976 aber wurde die Staats- und Parteispitze umgestaltet. Erich Honecker wurde Staats- und Parteichef, Stoph wieder zum Vorsitzenden des Ministerrats.

Ministerien

Zu den Ministerien in der DDR gehörten diejenigen, die es auch in der Bundesrepublik gab und gibt, z. B. ein Außenministerium, ein Innenministerium, ein Finanzministerium, ein Kultusministerium, ein Gesundheitsministerium oder ein Justizministerium, ein Verteidigungsministerium. Keine Entsprechung im Westen hatte, zum Glück, das Ministerium für Staatssicherheit.

Außerdem gab es eine ganze Reihe von Industrieministerien, z. B. ein Ministerium für Kohle und Energie, eines für Glas- und Keramikindustrie oder eines für Handel und Versorgung. Diese Industrieministerien unterstanden der Staatlichen Planungskommission, deren Vorsitzender ebenfalls einen Sitz im Ministerrat hatte.

Ministerrat und Politbüro

Die Sekretäre des ZK waren weisungsbefugt gegenüber den Ministern. Nachdem sich das Politbüro des ZK der SED jeweils am Dienstag traf, setzte sich das Präsidium des Ministerrats am Mittwoch zusammen, um die Beschlüsse des Politbüros umzusetzen.


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