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Braunkohle liefert Energie - doch zu welchem Preis?


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Tagebaurestlöcher in Bitterfeld, 1991
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Förderbrücke im Tagebau Delitzsch 1981
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In eine ökologische Wüste hat der Braunkohlebergbau weite Landschaftsteile rund um Leipzig verwandelt. Aufnahme von 1989.

Durch die Ölkrise 1973 stieg der Ölpreis enorm, zunächst um 70 Prozent, dann sogar noch mehr. In der Bundesrepublik gab man 1974 17 Milliarden D-Mark mehr aus als im Jahr zuvor. Solche Ausgaben konnte die DDR-Wirtschaft nicht verkraften. Statt wie geplant in Zukunft auf Erdgas und Erdöl als Energieträger zu setzen, wurde die Braunkohle zum Retter auserkoren.

Braunkohle

Braunkohle war die einzige Energiequelle aus heimischer Produktion. Sie musste also nicht eingeführt (importiert) werden, sondern es gab sie im eigenen Land. Ab 1980 griff man noch einmal vermehrt auf Braunkohle zurück, als die Sowjetunion ihre Erdölpreise dem Weltmarkt anglich und so auch die DDR für russisches Erdöl mehr bezahlen musste als zuvor.

Umweltprobleme

30 Prozent der Weltproduktion an Braunkohle kam 1985 aus der DDR. Vor allem in der Lausitz und in Mitteldeutschland bei Leipzig oder Bitterfeld wurde Braunkohle in großem Maß im Tagebau gefördert. Der Abbau von Braunkohle und ihre Verwendung schufen jedoch enorme Umweltbelastungen.

Große Flächen wurden durch den Abbau "unbrauchbar" und blieben ohne Bewuchs von Pflanzen oder Bäumen. Manchmal wurden ganze Dörfer umgesiedelt, um die unter ihnen liegende Braunkohle fördern zu können.

Doch nicht nur der Abbau bereitete Probleme. Die Kraftwerke, die durch Braunkohle betrieben wurden, hatten einen besonders hohen Schadstoffausstoß. Das ausgestoßene Schwefeldioxid schädigte insbesondere den Wald. Auch für die Menschen waren der Staub und der Schwefel natürlich nicht gesund.


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