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Opposition und Widerstand


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So etwas war erst 1989 möglich.
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Demonstration in Berlin am 4. November 1989
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Noch einmal die Demonstration in Berlin am 4. November 1989
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Demonstration in Plauen am 30. Oktober 1989

Das Wort Opposition leitet sich aus dem Lateinischen ab. Dort bedeutet opponere "sich gegen etwas stellen". Opposition ist also das "Sich-Entgegen-Stellen". In der Politik bezeichnet man als Opposition die Partei(en), die sich der Regierung entgegen stellen. In einer Demokratie gibt es im Parlament immer neben der regierenden Partei mindestens eine Partei in der Opposition.

Opposition - verboten!

In der DDR gab es keine Opposition im Parlament, der Volkskammer. Dort waren nur Parteien der Einheitsliste zugelassen. Sie mussten immer wie die Staatspartei, die SED, abstimmen. Eine Opposition - also Menschen, die sich gegen die Politik der Regierung stemmten - gab es darum nur außerhalb des Parlaments.

Wer in der DDR seine der Regierung entgegen gesetzte Meinung offen äußerte, musste jedoch mit Unterdrückungsmaßnahmen rechnen. Oppositionelle wurden verfolgt und womöglich verurteilt. Man betrachtete sie als "feindlich-negative Personen". Viele Aktionen mussten darum heimlich stattfinden. Das war aber nicht einfach, denn das Ministerium für Staatssicherheit wob ein enges Überwachungsnetz, zu dem auch "inoffizielle Mitarbeiter" gehörten, die andere verrieten.

Oppositionelle

Dennoch gab es in der DDR eine ganze Reihe von Oppositionellen. Nach dem, was sie wollten, woher sie kamen und wann sie aktiv waren, lassen sich mehrere Bewegungen unterscheiden. Offen als Gruppe auftreten, konnten diese nur bedingt.

Vom offenen Widerstand zu friedlichen Formen

Gab es in den 1940er und 1950er Jahren noch offenen Widerstand, der massiv von der sowjetischen Besatzungsmacht und dann von den Sicherheitsbehörden der DDR bestraft wurde bis hin zu Todesurteilen, änderte sich das später. Die Hoffnung vieler Menschen, das Regime durch offenen Widerstand stürzen zu können, schwand spätestens am 17. Juni 1953, als ein Volksaufstand blutig niedergeschlagen wurde.

Die Opposition suchte in den 1960er und 1970er Jahren friedlichere Formen des Widerstands. Die Aufrüstung in Ost und West ließ auch in der DDR eine Friedensbewegung entstehen, die insbesondere aus der Kirche erwuchs. Es gab Künstler, Schriftsteller, Sänger und Schauspieler, die sich ihre Meinung nicht verbieten lassen wollten und sich gegen Zensur aussprachen. Es gab junge Umweltschützer und es gab die Systemkritiker (Dissidenten) und Bürgerrechtler. 1989 erreichte der Widerstand seinen Höhepunkt.

Abwanderung und Abschiebung

Viele Oppositionelle stellten Ausreiseanträge oder flohen in die BRD. Der Widerstand im Land wurde so geschwächt, auch wenn viele Oppositionelle vom Westen aus versuchten, die Opposition zu unterstützen. Für die DDR-Führung war es bequem, ihre "Gegner" abzuschieben. Manchmal nutzte sie diese Wirkung auch gezielt, z. B. als Wolf Biermann abgeschoben wurde. Allerdings hatte diese Ausbürgerung schließlich gegenteilige Folgen, denn es folgten erhebliche Proteste.


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