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Mängel im Gesundheitswesen


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Das Zahnärztliche Institut der Charité, Berlin, Invalidenstrasse, 1952. Noch immer liegt viel in Trümmern.
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Wer hier Patient war, erhielt die beste Versorgung: das Regierungskrankenhaus in Berlin-Buch

Den internationalen Standard in der medizinischen Ausstattung und der Arzneimittelversorgung konnte die DDR nicht erreichen - auch aus Mangel an Devisen. Vor allem Rentner und Pflegebedürftige waren nicht optimal versorgt. Bauschäden an Krankenhäusern ließen in den 1980er Jahren eine vollständige Bettenbelegung oft nicht zu. Technische Geräte fehlten. Für Nierenerkrankte gab es z. B. nur 200 Dialyseplätze - zu wenig. Die durchschnittliche Lebenserwartung in der DDR lag ein bis drei Jahre niedriger als im Westen.

Ärztemangel

Die Zahl an Arztpraxen war in den ländlichen Gebieten, aber auch in manchen Städten, unzureichend. Bis zur Abriegelung der Grenze und dann dem Mauerbau flohen auch viele Ärzte in den Westen. Doch auch später war der Ärztemangel groß. Private Praxen erhielten keine Genehmigung, denn man wollte sie zugunsten staatlicher Praxen und Polikliniken zurückdrängen. Vor allem in der Zahnmedizin mussten Patienten lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

Zweiklassen-Medizin?

Neben dem riesigen Städtischen Klinikum gab es im Ost-Berliner Stadtteil Buch eine weitere Klinik, das "Regierungskrankenhaus der DDR". Hier wurden nur Mitglieder der Regierung, hohe Funktionäre oder Staatsekretäre behandelt. Neben der besten medizinischen Versorgung, die auch Geräte und Medikamente aus dem Westen beinhaltete, wohnte es sich hier wie in einem Hotel. Nach außen wurde der Luxus natürlich geheim gehalten - tatsächlich offenbarte sich hier eine Zweiklassen-Medizin im Staat der Arbeiterklasse.


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