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Computer aus der DDR


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Ein KC 85/1 mit Fernsehgerät Junost, Rekorder der Marke Geracord und Drucker K6313
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Ein Datenrekorder vom Typ LCR-C DATA
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KC 87 unterschied sich schon äußerlich stark von der Modellreihe 85/2-4
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Der KC 85/4, ein Heimcomputer, der ab 1988 vom VEB Mikroelektronik "Wilhelm Pieck" Mühlhausen hergestellt wurde.

Wie in der Bundesrepublik wurden auch in der DDR schon ab den 1950er Jahren erste Großrechner gebaut. Die ersten Computer für Büros und dann auch für zu Hause kamen jedoch erst in den 1980er Jahren auf den Markt - etwas später als im Westen. Für die Entwicklung und den Bau waren in der DDR mehrere Kombinate zuständig.

PC 1715

Die ersten Bürocomputer wurden vom Kombinat Robotron in Dresden hergestellt. Die weiteste Verbreitung fand der PC 1715, der ab 1985 gebaut wurde. Er besaß zwei Diskettenlaufwerke, aber noch keine Festplatte. Die Textverarbeitung namens "TP" war offensichtlich dem westlichen Programm WordStar nachempfunden. Der PC 1715 war nicht im Einzelhandel erhältlich, sondern konnte nur von Behörden und Ämtern sowie Hochschulen gekauft werde. Mehr als die Hälfte der 93.000 produzierten PC 1715 wurde in die Sowjetunion exportiert.

Kleincomputer statt Heimcomputer

Bald war offensichtlich, dass die Nachfrage nach Computern von der heimischen Produktion nicht erfüllt werden konnte. So wurden die Rechner kurzerhand in Kleincomputer umbenannt, abgekürzt KC. Sie wurden in Büros und vor allem in Schulen und Hochschulen eingesetzt.

KC 85/2-4

Die Modellreihe "KC 85" gab es ab 1984, die Modelle wurden als 2 bis 4 bezeichnet. Hergestellt wurden sie im VEB Mikroelektronik "Wilhelm Pieck" in Mühlhausen. "KC 85/2" wurde ab 1987 verkauft, sein Arbeitsspeicher betrug 18 Kilobyte. Daten wurden auf Kassetten gespeichert, darum gab es einen Anschluss für einen Kassettenrekorder. Vergleichbare Rechner aus dem Westen, wie der Amiga 500 von 1987, besaßen immerhin einen Arbeitsspeicher von 512 Kilobyte. Etwa 50.000 der KC 85/2 wurden produziert.

robotron KC 87

Auch bei Robotron in Dresden wurden Computer hergestellt. Dem Modell KC 85/1 folgte 1987 KC 87. Etwa 30.000 Geräte der Baureihe wurden produziert. KC 87 verfügte über mehrere Schnittstellen und Steckplätze zum Anschluss weiterer Hardware. Als Bildschirm wurde üblicherweise ein Fernsehgerät verwendet, meist die Schwarz-Weiß-Geräte der Marke Junost. Die Speicherung erfolgte ebenfalls über Kassetten.

KC Compact

Der letzte in der DDR produzierte Homecomputer war der KC Compact, der in Mühlhausen entwickelt wurde. Er war baugleich mit dem Schneider CPC aus dem Westen. Gebaut wurde der KC Compact zum Jubiläum der Republik 1989. Weil bald danach das Ende der DDR eingeläutet wurde, wurden von diesem Modell nur noch wenige hergestellt.

Inspiriert aus dem Westen

Betriebssysteme und Software der DDR-Computer waren meist vom Westen inspiriert. So lief das Betriebssystem DOS auf den meisten Robotron-Rechnern, jedoch unter dem Namen DCP. Es war üblich Mikroelektronik und auch ganze Computer aus dem Westen zu besorgen, um diese dann zu analysieren und nachzubauen.


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