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Hintergrundbild Epoche

Was ist denn ein Backfisch?


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Kichernde Backfische, die sich fürs Ausgehen stylen, gab es auch schon zur Zeit der Jahrhunderwende.
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Dieser Backfisch träumt von einem schmucken Offizier.

Was ist ein Backfisch?

Vielleicht hast du schon einmal das Wort "Backfisch" gehört? Doch was soll das sein? So eine Art Fischstäbchen vielleicht?

Ein kleiner nicht ausgewachsener Fisch?

Unter einem Backfisch versteht man einen Teenager, also ein junges Mädchen. Doch was hat ein Mädchen mit einem Fisch zu tun? Ein Mädchen soll ein "kleiner, nicht ausgewachsener Fisch" sein? Ein Fisch, den man noch nicht zum Kochen verwenden könnte, sondern höchstenfalls zum Backen? 

Ein gefangener Fisch?

Eine weitere Deutung ist die, dass die gefangenen Fische, die noch nicht ganz ausgewachsen waren, beim Fischen in einen Bereich des Bootes warf, der "Back" hieß. Dort lagen dann die armen Fische, bis der Fischer sich entschied, sie wieder ins Meer zu werfen oder mit nach Hause zu nehmen.  Beide Deutungen findest du in verschiedenen Lexika.

Der Begriff wurde auch in der Studentensprache verwendet. Ein "Baccalaureus" war ein unreifer Student. Diese Bezeichnung wurde dann später auf ein Mädchen übertragen.

Das Backfischalter begann mit 14 Jahren

Mädchen hatten zur Kaiserzeit meist im Alter von 14 Jahren die Schule schon abgeschlossen. So richtig "gesellschaftsfähig" waren sie allerdings erst im Alter von 17 Jahren. Erst dann wurden sie offiziell in die Gesellschaft eingeführt, meist mit dem Ziel, sie gut zu verheiraten. Die Zeit dazwischen wurde als "Backfischalter" bezeichnet. Die Backfische der Kaiserzeit interessierten sich für Kleidung und Schmuck, zumindest die "höheren Töchter" des Bürgertums.

Backfische interessierten sich für Jungs

Wahrscheinlich interessierten sie sich auch für Jungs oder Herren jüngeren Alters und schmiedeten Pläne, wie sie die auf sich aufmerksam machen konnten. Im Großen und Ganzen waren sie junge Mädchen wie heute, nur genossen sie weniger Freiheiten und waren lange nicht so selbstständig wie die Mädels heute. Ging es doch in erster Linie darum, eine gute Partie zu machen, sprich einen Mann mit Geld und/oder Ansehen zu heiraten. Die wenigsten Mädchen erhielten eine gute Schulbildung und Ausbildung.


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