WERBUNG
WERBUNG
 
 
 
 
Hintergrundbild Epoche

Die "neue Zeit": hektisch und laut


0
Hier siehst du, wie es auf den Straßen der Hauptstadt Berlin zugehen konnte.
1
1986 wurde das Automobil 100 Jahre alt.
2
Je heller, desto moderner.

Viele Menschen, die in der Zeit um 1900 lebten, empfanden ihre Zeit als hektisch und laut. Wie das, wirst du vielleicht fragen? Das war doch die "gute alte Zeit". 

Lärm und Gestank auf der Straße

Auch wenn das Automobil in der Anfangszeit seiner Entwicklung meist nur von reichen Leuten gekauft wurde, stiegen die Verkaufszahlen erheblich an. Im Jahr 1907 gab es circa 10 000 Autos im ganzen Deutschen Reich, im Jahr 1914 waren es schon 65 000. Von 1000 Einwohnern besaß immerhin einer ein Auto. Die meisten Autos fuhren in der Großstadt und schon damals beschwerten sich die Leute über den Großstadtlärm, den Gestank und die Hektik. Manche Menschen wurden richtig krank davon. Auch wenn es noch sehr viel weniger Autos waren als heute, so hatte man von Luftfiltern und Umweltschutz noch nicht so viel gehört. So wurde der meiste Dreck einfach ungefiltert in die Luft gepustet. 

Ganz ungefährlich waren die Autos auf der Straße nicht. Denn sie waren nicht nur laut und stanken ganz schrecklich, für Fußgänger, Radfahrer, Kutschen und Fuhrwerke bedeuteten sie etwas ganz Neues. Daneben gab es auch noch Fahrräder auf zwei oder drei Rädern. Ganz zu schweigen von den Lastwagen und Transportern, die ebenso auf die Straße drängten. Gegen Ende des Kaiserreiches war das Auto schon ein Massenartikel. So ging es zu den Hauptverkehrszeiten oft ganz schön eng auf den Straßen zu. Das Automobil stand auch als Symbol dafür, in einer Welt zu leben, die sich immer schneller bewegte.

Alles leuchtet

Zum Verkehr und Lärm kam die Elektrifizierung der Städte dazu. Auch in der Nacht waren die Städte oft hell erleuchtet und viele Städte wetteiferten geradezu miteinander, heller zu leuchten. Galt das Licht doch als ein Zeichen der Moderne und des Fortschritts. Und fortschrittlich wollten fast alle ja sein. So wurden nicht nur die Schaufenster der großen Kaufhäuser hell erleuchtet, sondern auch Vergnügungslokale und andere Angebote der Großstadt.

Der Antilärmverein

Im Jahr 1908 wurde ein Verein gegründet, der sich gegen die dauernde Lärmbelästigung zu wehren versuchte. Allerdings hatte dieser Verein nur kurzen Bestand, nach drei Jahren verschwand er wieder. Allerdings wohl nicht, weil es weniger laut geworden wäre. Wahrscheinlich hatte man es aufgegeben, gegen den Lärm zu kämpfen, weil es vielleicht sinnlos war. 



WERBUNG
WERBUNG
  • Hintergrund BRD
  • Hintergrund DDR

Gefördert in den Jahren 2011 bis 2013 von: