WERBUNG
WERBUNG
 
 
 
 
Hintergrundbild Epoche

Wo liegt der Platz an der Sonne eigentlich?


0
Auf dem Foto siehst du Bernhard von Bülow, dem späteren Reichskanzler, von dem das Zitat mit dem „Platz an der Sonne“ stammt.

Ein "Platz an der Sonne"

Seit 1897 betrieb das Deutsche Reich verstärkt eine Expansionspolitik in Richtung Übersee. Deutschland wollte am Kampf um Absatzmärkte, um Rohstoffe, Stützpunkte für Handel und für die Flotte teilnehmen und mit dem Rest der Welt in Konkurrenz treten. So äußerte sich Außenminister Bernhard von Bülow 1897 folgendermaßen: "Wir wollen niemanden in den Schatten stellen, aber wir verlangen auch unseren Platz an der Sonne". Dieser Satz stand stellvertretend für die Politik, die kommen sollte und das Streben der Deutschen, größeres Gewicht bei der Verteilung der Welt zu erhalten.

Doch die Welt war zu diesem Zeitpunkt schon verteilt

Doch im Jahr 1900 war die Welt schon weitgehend verteilt und Deutschland kam mit seinen Anforderungen und Ansprüchen eigentlich schon viel zu spät. So entstanden auf den verschiedenen Kontinenten Interessenskonflikte, denn  Engländer, Franzosen, Italiener und andere waren schon früher da gewesen. Trotzdem wollten die Deutschen beim Erwerb von Kolonien nicht weiter zurückstehen. Im Kapitel  Kolonialpolitik kannst du über dieses Thema noch mehr erfahren.

Viele Deutsche waren mit der Machtpolitik einverstanden

Doch diese Forderung nach Weltgeltung kam auch innenpolitisch gut an. Vor allem bei Bürgern und Akademikern bestand schon seit langem der Wunsch, auch in Übersee gegenwärtig zu sein. So stammte die Idee  "Weltpolitik zu betreiben" nicht allein von Wilhelm II. und Bernhard von Bülow, sondern entsprach dem Wunsch vieler Menschen im Deutschen Reich. In engem Zusammenhang mit dieser Idee stand dann auch der Flottenausbau, der von Wilhelm II. und seinem Admiral Alfred von Tirpitz vorangetrieben wurde, ebenfalls mit der Unterstützung eines großen Teils der Bevölkerung.




WERBUNG
WERBUNG
  • Hintergrund BRD
  • Hintergrund DDR

Gefördert in den Jahren 2011 bis 2013 von: