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Was ist Imperialismus?


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Sogar im fernen China versuchten die Deutschen Fuß zu fassen.

Imperialismus bezeichnet die Politik der europäischen Großmächte und der USA gegen Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Staaten strebten nach Ausweitung ihrer Herrschaftsgebiete.

Begriff Imperialismus

Der Begriff "Imperialismus" leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet so viel wie Herrschaft oder Reich (imperium). Man versteht darunter die Ausbreitungspolitik der Großmächte, wie Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland sowie der USA und Japans. Diese Politik bezeichnet man auch als Expansionspolitik.

Ein "Platz an der Sonne"

Im Deutschen Reich verstärkte sich der imperiale Anspruch nach der Abdankung Bismarcks und mit dem Regierungsantritt von Kaiser Wilhelm II. Im Jahr 1897 sprach der damalige Reichskanzler Bernhard von Bülow den denkwürdigen Satz, dass die Deutschen auch einen "Platz an der Sonne" beanspruchen würden. Was nichts anderes hieß, dass das Deutsche Reich ebenso weitere Kolonien und Herrschaftsgebiete anstrebte wie die anderen Großmächte auch.

Diese Expansionspolitik der Großmächte betraf in erster Linie den afrikanischen Kontinent und Gebiete in Asien. Einerseits wollte man an Macht und Ansehen gewinnen, andererseits auch die Rohstoffe, über die diese Länder verfügten, ausbeuten. Ein weiterer wichtiger Punkt lag darin, dass man Absatzmärkte für seine Waren suchte, also Länder, in denen man Produkte verkaufen konnte. Einige imperiale Mächte versuchten ihre eigenen Vorstellungen und Werte anderen Nationen aufzuzwingen, nachdem man sie militärisch unterworfen hatte. Andere versuchten, ihre imperialen Vorstellungen mit friedlichen Mitteln durchzusetzen. Doch am Ende stand immer das Machtstreben der einzelnen Länder.

Wettkampf der Großmächte

Da aber alle Großmächte das gleiche Ziel hatten, kam es hier zu einer Art Wettkampf. Jeder wollte der Erste sein und möglichst viele Länder und Gebiete in seinen Machtbereich bringen. Das führte zwangsläufig zu Konflikten und der größte Konflikt Anfang des 20. Jahrhunderts war der Erste Weltkrieg, in dem sich dann alle bestehenden Konflikte entluden.

Der Imperialismus war auch der Nährboden für Hitlers "völkischen Imperialismus", der vor allem Lebensraum im Osten einforderte. Dann gibt es auch noch die Bezeichnung "Dollarimperialismus", der oft mit den Vereinigten Staaten in Zusammenhang gebracht wird. Das bedeutete, dass die USA andere Länder ausbeuteten und nur an den eigenen wirtschaftlichen Nutzen dachte und nicht an die Not der Bevölkerung der ausgebeuteten Länder.


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