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Hintergrundbild Epoche

Bund der Landwirte


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Der Vorstand des Bundes der Landwirte etwa im Jahr 1900.

Der Bund der Landwirte unterstützte die konservativen Kräfte im Deutschen Reich, vor allem die Partei der Deutsch-Konservativen. Gegründet wurde der Bund der Landwirte im Jahr 1893.

Der Bund der Landwirte war keine Partei, sondern ein Interessenverband der Bauern und Landwirte, die ihre Vorstellungen und Ideen auch vertreten sehen wollten.

Eine Hand wusch die andere

Bei Wahlkämpfen trat der Bund der Landwirte für die Interessen der Konservativen ein. Die Bauern hofften, dass im Gegenzug diese im Parlament dann ihre Interessen politisch vertraten, frei nach dem Motto "eine Hand wäscht die andere". Vor allem bei der ländlichen Bevölkerung konnten sie so Stimmen für die Konservativen werben. Auch der BDL  - so wurde der "Bund der Landwirte" abgekürzt - war eine völkisch eingestellte Organisation, die ebenfalls antisemitisch dachte.

Viele Bauern hatten Angst, ihre Lebensgrundlage zu verlieren

Da sich das Deutsche Reich Ende des 19. Jahrhunderts immer stärker zu einer Industrienation wandelte, hatten viele Bauern Angst, ihre Lebensgrundlage zu verlieren. So taten sie sich zusammen und setzten sich zum Ziel, die wichtige Stellung der Landwirtschaft zu bewahren.

Der Antisemitismus war oft das einzig Gemeinsame bei den Bauern

Doch die Interessen der Kleinbauern und der Großgrundbesitzer waren unterschiedlich. Durch den allen gemeinsamen Antisemitismus fand man ein Bindeglied, das alle auf ein Ziel einschwor. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage verarmten viele Bauern. Da die Geldgeber oft Juden waren, die ja selbst nicht als Landwirte arbeiten durften, richteten sich die Wut und der Hass gegen diesen Bevölkerungsteil, der das geschuldete Geld wieder eintrieb. Aus dieser persönlichen Wut entwickelte sich dann ein politisches Ziel, gemeinsam den "jüdischen Einfluss" zurückzudrängen.

Schlimm daran war, dass die ländliche Bevölkerung diese Einstellung in großen Teilen übernahm. Gerade in Regionen, in denen eigentlich gar keine Juden lebten, erstarkte der Antisemitismus, den der Bund der Landwirte zusätzlich förderte.


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