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Hintergrundbild Epoche

Begeistert in den Tod marschieren


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Die Soldaten, die in den Ersten Weltkrieg zogen, glaubten, bald wieder nach Hause zu kommen.
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Bei der Mobilmachung im August 1914 waren noch sehr viele Menschen begeistert.
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Alle Zeitungen in Österreich und im Deutschen Reich berichteten begeistert über die Mobilmachung.

Waren alle Deutschen begeistert vom Krieg?

Es gibt sehr viele Fotografien von Soldaten, die begeistert in den Krieg aufbrachen. Hierbei wurden sie von ihren Familien, ihren Frauen, ihren Freunden und Kindern freudig umjubelt. So spricht man noch heute von der allgemeinen Kriegsbegeisterung, ja einem wahren Kriegstaumel der Deutschen beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges.

Kriegsfreiwillige tummelten sich auf öffentlichen Plätzen, die Zeitungen schrieben über den Aufbruch und alle Deutschen schienen in der allgemeinen Freude über den Krieg vereint, die Klassengegensätze waren beseitigt. Doch war es wirklich so?

Viele Bürger wollten den Krieg

Viele Menschen aus dem Bürgertum begeisterten sich für den Krieg. Auch der bekannte Schriftsteller Thomas Mann zählte zu den Befürwortern des Krieges und so wie er begeisterten sich viele Künstler und Schriftsteller. Auch der ein oder andere kritische Kopf äußerste sich positiv über den Krieg. Hoffte man doch, dass der Krieg die Verhältnisse ändern würde und endlich etwas passierte, woraus etwas Neues und Gutes entstehen könnte.

Auf dem Land waren die Menschen weniger begeistert

Doch die Begeisterung, die in vielen deutschen Städten, vor allem den Großstädten, herrschte, übertrug sich nicht auf das Land. Die ländliche Bevölkerung, die Landarbeiter, Bauern und einfachen Leute teilten die Kriegsfreude nicht so sehr. Viele hatten Angst vor dem, was kommen sollte, Angst davor, ihr weniges Hab und Gut zu verlieren und sahen nicht so recht ein, weshalb sie in einen Krieg ziehen und ihr Leben lassen sollten.

Die Arbeiterschaft begeisterte sich nur langsam

Auch bei der Arbeiterschaft war die Begeisterung zu Beginn gar nicht so groß, wie es die deutsche Kriegspropaganda gerne beschrieb. Allerdings, als Mitte August die ersten Erfolgsmeldungen der deutschen Truppen erfolgten, begeisterten sich auch die Sozialdemokraten immer mehr. Glaubte man doch an einen schnellen Erfolg und an ein rasches Ende des Krieges. Jetzt konnte sich fast niemand mehr dem allgemeinen Kriegstaumel entziehen, kritische Stimmen wollte keiner hören. Das böse Erwachen folgte bald.

Interviews zum Thema Kriegsbegeisterung und dem Umgang mit dem Ersten Weltkrieg findest du auch auf der Kinderwebsite Böser Wolf.

Quelle: history-vision.de

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