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Hintergrundbild Epoche

Graf Zeppelin und seine verrückten Ideen


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Die erste Konstruktion eines Luftschiffes.
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Ferdinand Adolf Heinrich August Graf von Zeppelin.
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Der erste Zeppelin, der sich am 2. Juli 1900 in die Lüfte erhob.
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Immer wieder gab es Rückschläge und die Zeppeline stürzten ab.

So ein Zeppelin sieht ziemlich lustig aus, erinnert er doch irgendwie an eine Riesenzigarre. Seinen Namen hat er übrigens von seinem Erfinder.

Der Luftschiffkonstrukteur Ferdinand Adolf Heinrich August Graf von Zeppelin wurde am 8. Juli 1838 in Konstanz geboren. Er war der Entwickler der Zeppeline und gründete die Luftschiffbau Zeppelin GmbH. Auch nach seinem Tod am 8. März 1917 wurden weiter Luftschiffe konstruiert. Doch mit dem Absturz der "Hindenburg" am 6. Mai 1937 begann das Ende der Luftschiff-Ära.

Viele hielten Graf Zeppelin für ziemlich verrückt

Graf Zeppelin wurde auch der "verrückte Graf" genannt, denn verrückt war seine Idee schon, mit einem Luftschiff in den Himmel abzuheben. 1874 begann er mit der Konstruktion von Luftschiffen, doch zu diesem Zeitpunkt gab es schon andere erfolgreiche Versuche auf dem Gebiet der so genannten Aeronautik. Doch erst Zeppelins Konstruktion, die er in seiner Werft am Bodensee entwickelte, setzte sich durch. Bei einem Zeppelin handelte es sich um gasgefüllte Luftschiffe mit einem starrem Gerüst und Motorantrieb.

18 Minuten in der Luft

Das erste Luftschiff, das sich am 2. Juli 1900 in den Himmel erhob, war 128 Meter lang, hatte über elf Meter Durchmesser und wurde von zwei Motoren angetrieben. Es blieb zwar nur 18 Minuten in der Luft und musste dann wassern, konnte aber schon in 400 Metern Höhe fliegen. Es legte immerhin sechs Kilometer zurück und kam auf eine Fluggeschwindigkeit von 20 km/h. Doch so richtig durchsetzen konnte sich die Erfindung noch nicht.

Der erfinderische Graf hatte immer wieder Rückschläge und Katastrophen zu verkraften, die ihn oft an den finanziellen Ruin brachten. Du musst dir vorstellen, dass es nicht ganz billig war, so ein Luftschiff zu bauen.

Doch immer wieder gab es Rückschläge

1906 wurde wieder ein Luftschiff aufgrund von schlechten Wetterbedingungen schwer beschädigt und erst 1908 stellte sich für Graf Zeppelin so langsam ein erster Erfolg ein. Dem Luftschiff LZ3 gelang es, auf 45 Fahrten fast 4400 Kilometer zurückzulegen. Jedes Luftschiff aus der Zeppelin-Firma erhielt die Bezeichnung LZ für "Luftschiff Zeppelin" und eine fortlaufende Nummer. LZ 1 war 1900 der erste gebaute Zeppelin.

Interesse der Militärs

Auch das Militär interessierte sich nun für dieses neumodische Flugobjekt. Doch musste es zuerst seine Flugtauglichkeit auch über einen längeren Zeitraum unter Beweis stellen. Doch Graf Zeppelin hatte leider schon wieder Pech und ein Zeppelin löste sich in Rauch auf. Jetzt könnte man glauben, dass dies das Ende einer verrückten Idee eines verrückten Grafen war.

Gründung der Zeppelin GmbH

Doch auch diese Katastrophe bedeutete nicht das Aus für den Zeppelin. Es fanden sich eine ganze Reihe Personen, die eine Menge Geld spendeten und mit diesem Geld konnte Graf Zeppelin die Luftschiffbau Zeppelin GmbH und noch dazu eine Stifung gründen. Damit war endlich genügend Geld für Forschung und Ausbau der Erfindung vorhanden.

Die Zeppeline waren ursprünglich für den Personenverkehr und die Frachtschifffahrt gedacht, wurden dann aber auch zu militärischen Zwecken eingesetzt.  So kamen 120 Luftschiffe im Ersten Weltkrieg bei Angriffen auf London und Paris zum Einsatz. Allerdings boten sie selbst auch ein gutes Ziel für die Abwehrkanonen. Erst wurden die Luftschiffe nur zur Aufklärung verwendet, warfen dann aber auch Bomben ab. Im Vergleich mit Flugzeugen konnten sie sich länger in der Luft halten. Die Luftfahrt befand sich während des Ersten Weltkrieges schließlich noch in ihren Anfängen. 

In der Zeit der Weimarer Republik setzte die Blüte der Zeppeline ein.


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