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Hintergrundbild Epoche

Wer hat die Zahnpasta "erfunden"?


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Zahnlücken sind normal, wenn die Milchzähne ausfallen, doch später können wir auf sie verzichten.
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Werbung für Zahnpasta gab es schon sehr früh.
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Die Zahncreme setzte sich durch.

Wer hat eigentlich die Zahnpasta erfunden?

Wer hört das nicht jeden Tag: "Zähne putzen nach dem Essen!"? Diese Pflicht mag lästig sein, aber sie ist einfach notwendig. Und zum Glück gibt es mittlerweile Zahnpasta, die gar nicht mal so schlecht schmeckt. Kinder vor mehr als 100 Jahren hatten es noch nicht so gut. Die kannten die leckere Zahnpasta noch gar nicht, denn mit einer Paste, wie wir sie heute nutzen, putzen die Menschen erst seit etwa 100 Jahren die Zähne.

Was passiert, wenn du niemals die Zähne putzt?

Vielleicht beneidest du ja die Kinder aus frühereren Zeiten? Nur die wenigsten mussten überhaupt Zähne putzen. Wobei es Zahnreinigungsmittel schon bei den alten Ägyptern gegeben hat. Und schon Mitte des 19. Jahrhunderts gab es so etwas wie Zahnseife, was aber zugegebenermaßen ziemlich eklig klingt. Zahnruinen waren häufig. Stell dir vor, was passiert, wenn du niemals die Zähne putzt!

Herr von Mayenburg hatte eine tolle Idee und verkaufte sie als Weltneuheit

Doch ein Apotheker aus Sachsen wollte Abhilfe schaffen und die Zahngesundheit der Bevölkerung verbessern. Dr. Ottomar Heinsius von Mayenburg war nämlich überzeugt davon, dass nur regelmäßige Zahnpflege mit einer Bürste und mit Zahncreme wirksamen Schutz für die Zähne bieten könnte. Auf dem Dachboden seiner Apotheke mischte er eine spezielle Zahncreme und füllte diese in Metalltuben. Dies geschah im Jahr 1907. Das war zwar keine ganz so neue Idee  - die amerikanische Firma Colgate war schon zehn Jahre zuvor auf diese Idee gekommen - aber der Apotheker von Mayenburg war so schlau, dies als seine Idee zu verkaufen und als Weltneuheit auf den Markt zu bringen. Schon sehr bald wurde er damit auch erfolgreich und konnte seine Idee ausbauen.

Die Marke Chlorodont entwickelte sich

Als seine Apotheke zu klein wurde, suchte er einen Standort in Dresden. Seine Firma, die mittlerweile "Leo-Werke" hieß, wurde weiter ausgebaut und es gab weitere Produkte zu kaufen. Auch Tuben, Verschlüsse und Pappschachteln wurden hergestellt. Da die Firma die meisten Bestandteile selbst herstellte - sie betrieb sogar eigene Pfefferminzplantagen - blieb sie weitgehend unabhängig.

Um seine Idee zu verbreiten, setzte von Mayenburg schon damals Werbung ein. Es gab Anzeigen, Plakate, Schilder. Überall sah man die Marke Chlorodont, die sich über viele Jahrzehnte halten konnte. Aufgrund seiner Erfindung entwickelten sich die Leo-Werke zum größten europäischen Zahncremehersteller. Während der DDR-Zeit wurde das Unternehmen verstaatlicht.


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