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Hintergrundbild Epoche

Marie Curie und die Entdeckung der Strahlen


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Marie Curie im Kreis ihrer Familie im Jahr 1890.
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Marie Curie als junge Frau.
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Marie Curie und ihr Ehemann Pierre und ihre Tochter Irene.
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Die Nobelpreisurkunde, die sie gemeinsam mit ihrem Mann erhielt.

Wer war eigentlich Marie Curie?

"Hiermit taufe ich dich auf den Namen Radioaktivität. Auf dass du strahlest und strahlest bis in alle Ewigkeit ...." So oder ähnlich könnte die "Taufe" der Strahlung ausgesehen haben, die Marie Curie entdeckt hat.

Schon früh zeigte sich die Begabung der jungen Marie

Marya Sklodowska - wie Marie Curie mit Mädchennamen hieß - wurde 1867 in Warschau geboren und erst später unter dem Namen Marie Curie bekannt.  Ihre Begabung zeigte sich schon sehr früh, denn mit 15 Jahren machte sie schon als Klassenbeste das Abitur. Damit hatte sie günstige Voraussetzungen für eine wissenschaftliche Laufbahn.

Doch so einfach war das damals in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts für Frauen in Polen nicht, denn sie waren noch nicht zu einem Universitätsstudium zugelassen. Da es mit Maryas finanzieller Situation auch nicht zum Besten stand, blieb ihr nichts anderes übrig, als eine Stelle als Hauslehrerin anzunehmen. Aber Maryas Leidenschaft galt den Naturwissenschaften, vor allem der Physik und der Chemie, und sie wollte gerne studieren.

In Paris durften Frauen schon früher studieren

So begann sie im Jahr 1891 ein Studium in Paris, denn hier waren Frauen zum Studium schon zugelassen. Trotzdem war ein Frauenstudium noch eine Seltenheit, denn von den 9000 Studenten waren gerade mal 200 weiblichen Geschlechts. Das bedeutete, gerade einmal 2,5 Prozent aller Studierenden waren Frauen. Obwohl es sicher nicht einfach war, in einer fremden Sprache zu studieren, beendete Marya ihr Physikstudium wieder als Beste und hängte auch noch ihren Abschluss in Mathematik daran. Hier wurde sie Zweitbeste ihres Jahrgangs. Du siehst, es handelte sich bei Marie Curie um eine hochbegabte junge Dame.

Polonium wurde nach Polen getauft

Ihr privates Glück fand sie mit Pierre Curie, der als Professor an der Universität Sorbonne in Paris lehrte. Sie heiratete ihn im Jahr 1895, schon kurz nachdem sie ihn kennengelernt hatte. Ihr Physikprofessor Henri Antoine Becquerel fand im Jahr 1896 heraus, dass das Element Uranium Strahlung abgab. Marie Curie, so hieß sie ja nach ihrer Heirat mit Pierre, war der festen Meinung, dass sich andere strahlende Elemente finden ließen. So entdeckte sie zunächst das Element Polonium, benannt nach Maries Herkunftsland Polen. Und kurz darauf fand sie ein weiteres Element, nämlich das Radium.  

Und alles strahlt ...

"Radium" ist aus dem Lateinischen ("radius") und bedeutet "Strahlung". So kam es dazu, dass aus der Strahlung die "Radioaktivität" wurde, von der wir heute immer wieder bei der Gefahr der Atomkraftwerke oder gar der Atomwaffen sprechen.

Marie Curie wurde Mutter zweier Töchter, arbeitete weiter und wurde schließlich die Assistentin ihres Mannes, der ebenfalls Physiker war. 1903 erhielten Marie und Pierre Curie gemeinsam mit Maries Professor Antoine Becquerel (1852-1908) den Nobelpreis für ihre Strahlenforschung. Einen weiteren Nobelpreis erhielt die berühmte Wissenschaftlerin im Jahr 1911, diesmal in Chemie.

Marie Curie: Erster Lehrauftrag an einer Universität für eine Frau

Nach dem schrecklichen Unfalltod ihres geliebten Mannes 1906 übernahm Marie Curie im Jahr 1908 die Professur für Physik an der Universität Sorbonne und war damit die erste Frau, die an der Pariser Universität lehrte. Auch heute wäre ihre Person noch etwas ganz Besonderes, doch vor mehr als 100 Jahren war sie eine absolute Ausnahmeerscheinung.

Den Tod ihres Mannes verkraftete Marie Curie nur sehr schwer. Auch hatten die vielen Experimente mit den Strahlen ihre Spuren hinterlassen. Sie wurde häufig krank und fühlte sich schwach.

Marie Curie starb am 4. Juli 1934 in einem französischen Sanatorium an einer äußerst seltenen Blutkrankheit, die wohl in Zusammenhang mit ihrer jahrelangen wissenschaftlichen Forschung stand. Auch sie war jahrelang den gefährlichen Strahlen ausgesetzt, was am Ende nicht ohne Wirkung blieb. 

Hier könnt ihr übrigens ein tolles Spiel machen, das euch in die Welt der Marie Curie führt.


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