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Hintergrundbild Epoche

Endlich schulfrei - doch was dann?


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Geregelter Unterricht war nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges fast gar nicht mehr möglich .
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Auch bei der Gartenarbeit mussten die Kinder vor und während des Krieges mithelfen.
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Erntehelferinnen während des Krieges.

Schon nach Kriegsausbruch im Jahr 1939 wurde klar, dass es an Lehrern mangelte. Viele mussten an die Front, um dort Kriegsdienst zu leisten. So begann man, Lehrer wieder an die Schulen zu holen, die schon längst ihren Ruhestand genossen.

Es gab immer weniger Lehrer

Die Qualität des Unterrichts wurde immer schlechter, ausgenommen davon waren die Adolf-Hitler-Schulen, an denen die NSDAP ihren eigenen Nachwuchs ausbildete. Die normalen Schulen litten unter dem Krieg. Der Krieg drang in den Unterricht ein und Kriegsereignisse wurden zu einem wichtigen Thema. So gab es zum Beispiel einen Befehl, die Schüler täglich über das Geschehen an der Front zu informieren. Oft wurden Klassen zusammengelegt, weil nicht mehr ausreichend Lehrer unterrichteten. Weitere Unterrichtsstunden fielen aus. Schon ab dem zweiten Kriegsjahr, also 1940, war ein normaler Unterricht gar nicht mehr möglich.

Im weiteren Kriegsverlauf begann man, den genauen Verlauf der Front zu besprechen. Im Sport ging es in erster Linie darum, die Jungs auf den Kampf vorzubereiten und im Deutschunterricht standen die deutschen Helden und Sagen auf dem Lehrplan. Viele Kinder gingen gar nicht mehr oder nur selten zur Schule, sondern mussten beim Sammeln von Material und auf den Feldern als Erntehelfer die Erwachsenen unterstützen. Oft wurden auch die Schulen selbst als Lagerplätze für die Wehrmacht und für Waffen eingesetzt.

Mehr als 50 Kinder saßen in einer Klasse

Je weiter der Krieg fortschritt, desto schlimmer wurde die Situation. Schulen wurden zu Krankenhäusern. Immer mehr Lehrer gingen an die Front. Die Schüler wurden manchmal sogar in zwei Schichten unterrichtet, am Vormittag und am Nachmittag. Oft saßen 50 und mehr Schüler in einer einzigen Klasse, womit ein richtiger Unterricht gar nicht mehr möglich war. Nicht selten wurden die Schüler auch zu völlig anderen Arbeiten eingesetzt, wie das Aufsammeln von Flugblättern, das Sammeln von Kräutern oder der Zählung von Fahrrädern.

Ab 1943 kamen mit den zunehmenden Luftangriffen auch viele Kinder zur Kinderlandverschickung. Man versuchte, sie aus besonders gefährdeten Gebieten zu retten. Ab 1944 brach dann der Betrieb an den Schulen völlig zusammen, Lehrer und Schüler mussten sich kriegswichtigen Arbeiten widmen. Viele Kinder erhielten gar keine Schulausbildung mehr.

Bis zum Ende versuchte man allerdings die Ausbildung an den Adolf-Hitler-Schulen und den Napolas aufrecht zu erhalten.



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