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Hintergrundbild Epoche

Die Aufgabe der Schule


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Dorfschule im Elztal in der Nähe von Freiburg. Auch in der kleinen Dorfschule hingen Tafeln zum Thema Rassenkunde.
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Kinder einer fünften Volksschulklasse in Berlin mit dem Hitlergruß.
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Aus den Kindern sollten ja einmal Soldaten werden.

Die wichtigste Aufgabe der Schule bestand darin, den Kindern die Rassenideologie der Nationalsozialisten schon möglichst früh zu vermitteln. So sah Hitler in der Schule nur eine Vorstufe für die Wehrmacht.

Die Schule sollte die Kinder zu überzeugten Nationalsozialisten machen

Schule sollte nicht in erster Linie Bildung vermitteln und Kinder zu mündigen, kritischen und selbstständigen Menschen erziehen, sondern sie zu willenlosen Anhängern des Nationalsozialismus machen. Das sollte so früh wie möglich beginnen. Schon die Vorschulerziehung wollte die Kinder vom Nationalsozialismus überzeugen. Dennoch sahen die Nationalsozialisten die Schule für die Herausbildung ihres Nachwuchses als nicht ganz so wichtig an wie die Hitlerjugend. Ganz zu vernachlässigen war sie aber auch nicht.

Viele Lehrer wurden entlassen

Schon kurz nach der Machtergreifung mussten jüdische Lehrerinnen und Lehrer die Schulen verlassen. Ebenso wurden Lehrer entlassen, die sich nicht fügten und unterordneten, wie pazifistisch eingestellte, sozialistische oder kommunistische Lehrer. Grundlage dazu war das "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" vom 7. April 1933, in dem festgelegt wurde, wer Beamter sein durfte. Und Lehrer waren nun einmal Beamte, also dem Staat gegenüber verpflichtet.

Gleichschaltung im NS-Lehrerbund

Wer jetzt übrig blieb und weiter unterrichten durfte, sollte dem NS-Lehrerbund - der abgekürzt NSLB hieß - beitreten. Nicht alle Lehrer wurden zu Nazis, manche versuchten zu retten, was zu retten war. Sie distanzierten sich im Unterricht, soweit das überhaupt möglich war, doch offiziell wurden 97% der Lehrer zu Mitgliedern der NSLB. Und ein Drittel der Lehrer trat sogar in die NSDAP ein.

Führerkult

Die Zeichen des Nationalsozialismus und des Führers Adolf Hitler waren ständig sichtbar. In den Klassenzimmern hingen Bilder von Adolf Hitler, Kinder mussten mit dem Hitlergruß grüßen und Hakenkreuze sowie Fahnen wehten an den Schulen. Für die Nationalsozialisten war es besonders wichtig, die Kinder vom nationalsozialistischen System zu überzeugen, denn von ihnen hing es ab, wie es weiterging.

Für Adolf Hitler war die Schule die Vorstufe zum späteren Wehrdienst. Aus Schülern wurden die Soldaten, die er so dringend benötigte, und die Lehrer sollten dafür sorgen, dass sich die Schüler auch später ihren Aufgaben gewachsen zeigten.


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