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Hintergrundbild Epoche

Wilhelm Furtwängler und die Propaganda


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Wilhelm Furtwängler auf einer Briefmarke aus dem Jahr 1955.
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Auf dem Foto siehst du in der Mitte Wilhelm Furtwängler bei einer Aufführung der Berliner Philharmoniker, die er dirigierte.

Wilhelm Furtwängler war einer der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Die Nationalsozialisten versuchten, bekannte und beliebte Persönlichkeiten für ihre Zwecke einzuspannen. Dazu zählte auch er.

Vizepräsident der Reichsmusikkammer

1933 wurde Furtwängler zum Vizepräsident der Reichsmusikkammer ernannt. Im Januar 1933 erhielt er die Leitung der Berliner Staatsoper. Furtwängler selbst sah sich völlig unpolitisch, er war kein Mitglied der NSDAP.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 konnten viele jüdische Musiker nicht weiter arbeiten. Auch bei den Berliner Philharmonikern, deren Leitung Furtwängler inne hatte, arbeiteten viele Künstler jüdischer Herkunft. Diese erhielten Berufsverbot. Doch Furtwängler unterstützte seine Musiker weiterhin. Er war mittlerweile  im Ausland so berühmt, sodass selbst Goebbels nachgeben musste. Denn man wollte Wilhelm Furtwängler weiterhin im Ausland als Vorzeigefigur einsetzen, um zu beweisen, wie friedfertig und kulturell hochstehend das Deutsche Reich wäre. Und dazu brauchte man Furtwängler und seine Bekanntheit.

Furtwängler setzte sich auch für jüdische Musikerkollegen ein

Der Streit ging weiter. Furtwängler wollte eine Oper des Komponisten Paul Hindemith aufführen, der von den Nationalsozialisten als "entarteter Künstler" abgestempelt wurde. Aber Furtwängler ließ sich nicht abbringen, legte das Amt als Vizepräsident der Reichsmusikkammer nieder und wurde von Hitler als Dirigent bei den Berliner Philharmonikern entlassen. Doch die Nazis erkannten, dass sie nicht so leicht auf den berühmten Dirigenten verzichten konnten, so dass er letztlich doch wieder eingesetzt wurde.


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