Auschwitz
Auschwitz: Konzentrationslager, Vernichtungslager und Symbol des Holocaust




Auschwitz war das größte Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Es lag im deutsch besetzten Polen, nahe der Stadt Oświęcim. Die deutschen Besatzer nannten den Ort „Auschwitz“. Heute steht dieser Name weltweit für den Holocaust, also den Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden, und für die Verbrechen des Nationalsozialismus.
Auschwitz war kein einzelnes Lager, sondern ein großer Lagerkomplex. Dazu gehörten das Stammlager Auschwitz I, das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, das Arbeitslager Auschwitz-Monowitz und viele Außenlager. Ab 1942 wurde Auschwitz-Birkenau zu einem zentralen Ort der systematischen Ermordung jüdischer Menschen aus fast ganz Europa.
Auschwitz als Symbol
Auschwitz erinnert an Verfolgung, Entrechtung, Deportation, Zwangsarbeit und Mord. Der Ort zeigt, wohin ein menschenverachtendes System führen kann, wenn Menschen zu Feinden erklärt und ihrer Rechte beraubt werden.
Deshalb ist Auschwitz bis heute ein Ort der Erinnerung und der Mahnung. Der Name steht auch für eine schwer zu beantwortende Frage: Wie konnten Menschen anderen Menschen so etwas antun?
Weitere Vernichtungslager im Osten
Auschwitz war nicht das einzige Vernichtungslager. Die Nationalsozialisten errichteten im besetzten Polen weitere Mordstätten: Chełmno — auf Deutsch Kulmhof —, Bełżec, Sobibór und Treblinka. Auch Majdanek wird oft in diesem Zusammenhang genannt. Es war Konzentrationslager, Arbeitslager und Ort von Massenmord.
In diesen Lagern ermordeten die Nationalsozialisten vor allem Jüdinnen und Juden. Auch Sinti und Roma, polnische Gefangene, sowjetische Kriegsgefangene und andere Verfolgte wurden dort getötet.
Deportation, Selektion und Mord
Ab 1942 wurden Menschen aus vielen Ländern Europas nach Auschwitz-Birkenau deportiert: aus Polen, Ungarn, Frankreich, den Niederlanden, Griechenland, Deutschland, Österreich und weiteren Ländern.
Die Fahrt dauerte oft Tage. Die Menschen wurden in überfüllte Güterwaggons gesperrt, bekamen kaum Wasser und Nahrung und kamen völlig erschöpft an. Manche starben bereits während des Transports.
Nach der Ankunft folgte oft die Selektion. Die SS entschied, wer zur Zwangsarbeit eingeteilt wurde und wer sofort ermordet wurde. Ältere Menschen, viele Frauen mit Kindern, kleine Kinder, Kranke und Schwache wurden meist direkt in die Gaskammern geschickt. Andere Häftlinge wurden registriert und mussten unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten.
In Vernichtungslagern wie Bełżec, Sobibór und Treblinka gab es meist keine solche Auswahl. Dort wurden fast alle Menschen kurz nach ihrer Ankunft ermordet.
Warum ist Auschwitz so bekannt?
Auschwitz ist weltweit zum Symbol für den Holocaust geworden. Dort ermordeten die Nationalsozialisten mehr als 1,1 Millionen Menschen. Der Name steht aber nicht nur für ein einzelnes Lager, sondern für ein ganzes System aus Ausgrenzung, Deportation, Zwangsarbeit und Mord. Deshalb ist Auschwitz heute ein Ort der Erinnerung und eine Warnung.
Vernichtung durch Arbeit
Auschwitz war Vernichtungslager und Arbeitslager zugleich. Viele Häftlinge mussten schwere Zwangsarbeit leisten, etwa in Fabriken, beim Bau oder in Außenlagern. Die SS nannte dies zynisch „Vernichtung durch Arbeit“.
Die Menschen bekamen zu wenig zu essen, hatten kaum medizinische Hilfe und litten unter Gewalt, Krankheiten und Erschöpfung. Viele starben an diesen Bedingungen. Andere wurden bei medizinischen Experimenten misshandelt und getötet. Zu den bekanntesten Tätern gehörte der SS-Arzt Josef Mengele.
Wie viele Menschen wurden in Auschwitz ermordet?
In Auschwitz wurden mehr als 1,1 Millionen Menschen ermordet. Darunter waren ungefähr eine Million Jüdinnen und Juden. Außerdem starben dort Sinti und Roma, polnische Gefangene, sowjetische Kriegsgefangene und Menschen aus vielen anderen Ländern.
Auschwitz wurde am 27. Januar 1945 von der Roten Armee befreit. Dieser Tag ist heute ein internationaler Gedenktag für die Opfer des Holocaust.

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