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Politischer Widerstand: die KPD und SPD


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Standbild von Ernst Thälmann.

Die Gewalt und der Terror der NS-Herrschaft traf als erstes die Kommunisten und ihre Partei, die KPD. Aus deren Reihen kam auch relativ früh Widerstand. Die KPD war es gewohnt, im Untergrund zu arbeiten, die Partei war hier gut organisiert und besser vorbereitet als andere Gruppierungen. Doch am Ende sollte das gegen Adolf Hitler und seine Anhänger nicht helfen. 

Die KPD traf es hart

Bis 1935 konnte die KPD ihre Ansichten und Meinungen noch in ihrer Parteizeitung "Die rote Fahne" äußern. Doch ein großer Teil ihrer Anhänger wurde schon in der ersten Zeit nach der Machtübernahme verhaftet und ins KZ gesteckt. Allen voran Ernst Thälmann, der Parteivorsitzende der KPD, der schon am 3. März 1933 von der Gestapo verhaftet wurde. Nach langjähriger Haft starb er wohl am 18. August 1944 im KZ Buchenwald und wurde wahrscheinlich ermordet.

Die KPD im Exil

Die Leitung der KPD ging nach Paris ins Exil und von dort aus nach Moskau. Tausende Kommunisten wurden verhaftet, verhört, ins KZ gesteckt und zu Gefängnis oder Zuchthaus verurteilt. Viele kehrten aus ihrer Haft nicht zurück.

Unter allen Widerstandskämpfern fand der Widerstand der KPD die meisten Opfer. Allerdings kamen viele KPD-Leute nach dem Hitler-Stalin-Pakt in eine schwierige Lage. So hieß es sogar, der eigentliche Feind, seien nicht die Nationalsozialisten, sondern die Sozialisten. KPD und SPD kämpften auch erst sehr spät gemeinsam gegen die NS-Herrschaft, lange Zeit sahen sie sich als Konkurrenz.

Widerstand der SPD

Der Widerstand der SPD war lange nicht so wirksam wie der Widerstand der KPD. Nicht gewohnt im Untergrund zu arbeiten, fiel den Anhängern der SPD die illegale Arbeit sehr viel schwerer als den KPDlern. Doch nachdem auch viele SPD-Anhänger nach der Machtübernahme Hitlers verhaftet worden waren, zogen sie sich ins Privatleben zurück, in der Hoffnung, der Spuk werde rasch vorübergehen.

Exil-SPD

Bis 1940 saß die Exil-SPD in Prag. Es gab auch einen geheimen Austausch mit den deutschen Parteianhängern und es erschienen Informationsblätter über die Lage in Deutschland. Die abwartende Haltung der Exil-SPD wurde von führenden SPD-Leuten, die in Deutschland geblieben waren, oft kritisiert. Nach der Besetzung der Tschechoslowakei durch deutsche Truppen mussten auch die SPD-Anhänger im Exil fliehen oder wurden verhaftet und es gab keine weiteren Kontakte nach Deutschland.



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