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Hintergrundbild Epoche

Autorennen


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Das große internationale Automobilrennen auf der Avus 1932. Hier ist der Start zu sehen, im Vordergrund der Sieger Manfred von Brauchitsch im Mercedes.
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Rudolf Caracciola (links) und sein Mechaniker Eugen Salzer feiern, nachdem sie den erstmals ausgetragenen Großen Preis von Deutschland im Jahr 1926 gewonnen haben.
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Der Rennfahrer Manfred von Brauchitsch trainiert hier auf der Avus. Er durchrast mit seinem Rennstromlinienwagen mit 200 km/h die Nordkurve. Mai 1932.
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Letzter Trainingstag auf der Avus im Mai 1932.

Nachdem das Automobil nach dem Ersten Weltkrieg einen großen Aufschwung erlebte und Autorennen immer beliebter wurden, war klar: Auf der Landstraße konnten solche Rennen nicht ausgetragen werden – Rennstrecken mussten her.

Die AVUS

Die erste zweibahnige Automobilstrecke Deutschlands war die AVUS. Hier wurden die ersten Autorennen ausgetragen. AVUS ist die Abkürzung für "Automobil-Verkehrs- und Übungs-Straße". Mit dem Bau begonnen hatte man schon 1913, doch wegen des Ersten Weltkriegs wurden die Arbeiten unterbrochen. Am 24. September 1921 war schließlich die Eröffnung. Die Strecke war ganz gerade, Kurven gab es nur am Süd- und am Nordende.

Auch privat durfte die Strecke befahren werden. 10 Mark kostete das. Der Zustand der Bahn war jedoch sehr schlecht. So gab es z. B. durch Bodenwellen mehrere Unfälle beim Rennen um den "Großen Preis von Deutschland" 1926. Um diese Zeit, Mitte der zwanziger Jahre, wurde der Rennsport immer beliebter. Nach 1923, als die Inflation alles beherrschte, waren die ersten Anläufe wieder zum Erliegen gekommen. Mit dem Erstarken der Wirtschaft nach 1925 konnte nun auch der Motorsport wieder finanziert werden. Bis zu 300.000 Zuschauer säumten nun die Rennstrecke an der AVUS.

Raketenantrieb

Im Mai 1928 fand ein spektakulärer Rekordversuch auf der AVUS statt. Fritz von Opel beschleunigte den Wagen Opel RAK2 auf 238 km/h. Das war damals Geschwindigkeits-Weltrekord! Erreicht wurde das durch einen Raketenantrieb! Erst zehn Jahre später wurde dieser Rekord durch einen Mercedes Benz gebrochen.

Der Nürburgring

Das Formel-1-Rennen "Großer Preis von Deutschland" wurde schon 1927 von der AVUS auf den gerade fertig gestellten Nürburgring verlegt. Diese Rennstrecke in der Eifel war schon um die Jahrhundertwende erstmals geplant, dann aber nicht weiter verfolgt worden. Dann wurde sie in nur zwei Jahren Bauzeit fertig gestellt.

Rennfahrer und Automarken

Bekannte deutsche Rennfahrer der Zeit waren Rudolf Caracciola, Manfred von Brauchitsch und Bernd Rosemeyer. In Europa beherrschten jedoch vor allem die italienischen Automarken Bugatti und Alfa Romeo die Rennen. Erst ab 1934 überholte Deutschland mit den Silberpfeilen von Mercedes-Benz die ausländische Konkurrenz.

Mit freundlicher Genehmigung vom Haus des Dokumentarfilms Stuttgart

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