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Hintergrundbild Epoche

Auf dem Kopf der Bubi – Frisuren der 20er Jahre


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Alice Joyce, eine US-amerikanische Schauspielerin, 1926
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Die amerikanische Schauspielerin Louise Brooks trägt Bubikopf unter ihrem Hut. 1927
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Modische Wasserwelle 1927
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So wurden 1929 Dauerwellen gemacht...
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Der italienische Schauspieler Rudolf Valentino zeigt eine modische Herrenfrisur.

Was mag denn wohl ein Bubikopf sein? Diese Frisur hielt ab 1920 Einzug in deutsche Friseursalons und somit auf den Kopf der Damen. Kurz sollten die Haare nun sein. Man orientierte sich am Herrenschnitt, denn die Frauen wollten damit auch ihre Gleichberechtigung zum Ausdruck bringen. Schauspielerinnen wie Asta Nielsen machten es vor, die Frau auf der Straße machte es nach. Eine wichtige Wegbereiterin der neuen Mode war Coco Chanel, eine Modeschöpferin aus Paris. Sie zeigte sich schon 1916 mit Kurzhaarschnitt, wadenlangem Rock und weitem Oberteil.

Varianten des Bubikopfs

Beim Bubikopf gab es verschiedene Ausführungen. So konnte das Haar zum Beispiel hinten kürzer sein als vorne, das nannte man Etonschnitt. Beliebt war auch der Pagenschnitt, bei dem das Haar exakt auf eine Länge gekürzt wird. Meist war das Haar kürzer als kinnlang. Manche Frauen trugen einen Seitenscheitel, andere einen Pony. Manche Frauen legten sich auch auf beiden Seiten der Stirn eine Locke ins Gesicht. Außerdem konnte das Haar ganz glatt sein oder in Wellen am Kopf anliegen.

Wasserwelle

Um die Haare an den Seiten wellig zu bekommen, wandten die Frauen die Methode der Wasser- oder Fingerwelle an. Sie drückten die nassen, glatt gekämmten Haare mit den Fingern nach oben und verschoben sie dann seitlich. Immer im Wechsel wurde eine Reihe nach links und eine nach rechts verschoben. Mit Klammern wurde alles fixiert. Nach dem Trocknen hatte das Haar dann Wellen! Friseure verwendeten dafür ein Welleneisen, was die Arbeit enorm vereinfachte, aber natürlich auch Geld kostete. Friseure hatten übrigens auch sonntags offen!

Dauerwelle

Schon seit 1906 konnte man Dauerwellen herstellen, also künstliche Locken. Die waren nach dem Ersten Weltkrieg zunächst out, doch gegen Ende der 1920er Jahre wurde auch diese Frisur wieder getragen. Auf dem Foto siehst du einen Dauerwellen-Apparat im Jahr 1929. Ein Jahr lang hielt die Dauerwelle, die auf diese Weise hergestellt wurde. Leisten konnten sich eine Dauerwelle nur wohlhabende Damen, denn sie war sehr teuer.

Haarpflege

Schon im Jahr 1900 hatte die Firma AEG den ersten Haartrockner auf den Markt gebracht. Nachdem das erste Modell mit einem Gewicht von zwei Kilogramm noch nicht gut in der Hand zu halten war, gab es bald neue, leichtere Föne zu kaufen.
Das Waschen der Haare erfolgte übrigens zunächst noch mit "Kopfwaschpulver". Erst 1927 kam das erste flüssige Haarwaschmittel auf den Markt. Shampoo in Pulverform war aber sogar noch bis in die 1960er Jahre erhältlich.

Pomade für den Herrn

Männer trugen ihr Haar nach wie vor kurz. Es wurde streng nach hinten gekämmt, gern auch mit Seitenscheitel. Rudolph Valentino, ein italienischer und auch in Deutschland sehr beliebter Schauspieler, machte die Pomade populär. Das ist eine fettige Substanz, mit der man die Haare ganz glatt anlegen konnte. Auch Frauen benutzten Pomade, denn füllige Frisuren waren absolut unmodern. Durch die Pomade glänzten die Haare außerdem.
Bärte trugen nur wenige Männer, und wenn überhaupt, war das ein kleiner Schnauzbart.


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