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Hintergrundbild Epoche

Die UFA und die Krise der Filmwirtschaft in Europa


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Aufnahmegelände der Ufa in Berlin-Tempelhof, 1920
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Fritz Lang bei Dreharbeiten 1929
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Alfred Hugenberg (links) mit einem ausländischen Journalisten, Dezember 1932

Weltweit eine der größten Filmproduktionsstätten wurde die UFA in Berlin. Während der Stummfilmzeit hatten ihre Studios in Potsdam-Babelsberg, nicht weit von Berlin, ihre bedeutende Stellung erlangt. Gegründet wurde die UFA noch vor Ende des Ersten Weltkrieges am 18. Dezember 1917. Die Abkürzung bedeutet Universum Film-AG.

Die UFA war zugleich Filmproduzent, Verleiher und Kinobetreiber. Außerdem verdiente sie an der von ihr produzierten Wochenschau, die zunächst als Stummfilme gezeigt wurden, später mit Ton. Ebenfalls hergestellt wurden die so genannten Kulturfilme. Das waren anfangs Lehrfilme für Medizinstudenten, dann solche für Schulen und schließlich auch solche, die in den Kinos als Vorfilm gezeigt wurden.

Die Wirtschaftskrise macht auch vor dem Kino nicht Halt

Die UFA ging ein großes finanzielles Risiko ein, als sie nicht nur viele, sondern auch besonders kostenintensive Filme produzieren ließ. Das rächte sich, als zusätzlich die wirtschaftliche Lage in Deutschland immer schlechter wurde. Auch der Versuch, mehr Geld in die deutschen Kassen zu spülen, indem ausländische Filme kurzfristig nicht mehr gezeigt werden durften, half nicht. So war die UFA gezwungen, mit den amerikanischen Filmfirmen Paramount und Metro-Goldwyn-Meyer zusammenzuarbeiten. Gemeinsam wurde 1925 der Filmverleih Parufamet gegründet. Außerdem erhielt die UFA ein Darlehen, lieh sich also Geld von den amerikanischen Firmen.

Zu teure Filme

Das alles nützte nichts. Die Bedingungen der Verträge waren für die UFA nicht günstig. Weiter wurden teure Filme gedreht, die die Kosten nicht wieder einspielten. Selbst der berühmte "Metropolis"-Film war finanziell ein Reinfall. Knapp sechs Millionen Reichsmark kostete die Herstellung und die wurden nicht annähernd wieder in die Kinokassen gespült.

Hugenberg übernimmt

So übernahm 1927 Alfred Hugenberg den bankrotten Filmkonzern. Er machte ihn innerhalb von zwei Jahren wieder flott. Nun trat auch der Tonfilm seinen Siegeszug an. Mit "Der blaue Engel" hatte dieser einen ersten großen Höhepunkt. Marlene Dietrich wurde zum Star, kehrte Deutschland aber schnell den Rücken und entschwand nach Hollywood. Filmoperetten wie der "Liebeswalzer" (1929) und "Die Drei von der Tankstelle" (1930) prägten den Stil der frühen Tonfilmjahre. Tanz- und Gesangsszenen wuchsen aus der Handlung heraus.

Tipp: Im Filmpark Babelsberg lässt sich auch in die Vergangenheit der UFA schnuppern. In den Filmstudios nebenan werden nach wie vor Filme produziert.



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