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Hintergrundbild Epoche

Warum scheiterte die Weimarer Republik?


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Arbeitslose Hafenarbeiter in Hamburg, Januar 1931.
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Die Reichswehr sammelt in den Straßen Berlins für die Arbeitslosen und Armen Kleidungsstücke. Oktober 1931.

Mit der Frage, warum die Weimarer Republik scheiterte, haben sich schon viele Historiker (Geschichtswissenschaftler) auseinandergesetzt. Dafür, dass die Weimarer Republik keinen Bestand hatte, gab es mehrere Gründe.

Republikfeinde in hohen Positionen
Dazu gehört, dass die alten Mächte weiter großen Einfluss hatten. Beim Militär, in der Verwaltung (also die Staatsbeamten) und in der Bildung (die Lehrer und Direktoren) hatten all jene weiterhin großen Einfluss, die auch schon unter Kaiser Wilhelm II. mächtig waren. Manche, wie Wolfgang Kapp, wurden der Republik sogar gefährlich (siehe dazu: Kapp-Putsch). Die einflussreichen Posten wurden also nicht mit Anhängern der Demokratie besetzt.


Streit um die richtige Richtung
Ein großes Problem zu Beginn der Republik war die Frage nach der Richtung, die diese neue Republik überhaupt nehmen sollte. Zwei Gruppen standen sich feindselig gegenüber, obwohl beide ursprünglich aus der Sozialdemokratie kamen. Die SPD spaltete sich. Noch weiter am linken politischen Spektrum entstand die KPD. Beide Parteien bekämpften sich gegenseitig und bildeten keine Gegenwehr zu den aufkommenden nationalistischen Parteien.

Aufstände
Es gab viele Aufstände in der Zeit der Weimarer Republik, die meisten wurden von Kommunisten angeführt. Diese wurden durch die Regierung und ihre Soldaten meist mit Gewalt niedergeschlagen. Die größte Gefahr von rechts bildete Hitlers Putschversuch 1923. Zwar wurde auch dieser durch die Regierung beendet, doch Hitler und seine Verbündeten erhielten geringe oder gar keine Haftstrafen.

Kämpfe
Neben den großen Aufständen, bei denen viele Tote zu beklagen waren, gab es viele kleine Straßenkämpfe. Alle großen Parteien hatten ihre eigenen Kampfverbände. Insbesondere die der NSDAP, die SA,  marschierte durch die Straßen und störte die Versammlungen der anderen Parteien. Vor allem mit dem Rotfrontkämpferbund der KPD prügelte man sich auf offener Straße.

Viele Parteien
Schwierig war auch, dass es eine Vielzahl an Parteien im Reichstag gab. Heute gibt es ja bei uns die 5-Prozent-Klausel. Das bedeutet, dass eine Partei, die bei einer Wahl weniger als 5 Prozent der Stimmen erhält, nicht in den Landtag oder Bundestag einzieht. Die Parteienvielfalt damals bedeutete hingegen eine Zersplitterung. Man zog nicht an einem Strang, sondern in viele verschiedene Richtungen.

Fliegende Wechsel bei der Regierung
Instabil waren auch die Regierungen. Zahlreiche Regierungen regierten als Minderheitenkabinette. Sie hatten also allein keine Mehrheit im Kabinett und waren darauf angewiesen, dass andere Parteien sie bei Abstimmungen unterstützten.  In 14 Jahren sah die Republik 13 Kanzler.

Elend und Hoffnung auf den starken Mann
Den Menschen ging es schlecht. Auch die "Goldenen Zwanziger" dürfen nicht darüber hinwegtäuschen. Diese goldene Phase währte nur wenige Jahre und golden waren sie wohl vor allem in kultureller Hinsicht. Die Weimarer Republik erlebte in ihren 14 Jahren sehr viel Hunger, Elend und Arbeitslosigkeit. Das schürte Unzufriedenheit und letztendlich auch Feindseligkeiten. Wer Hilfe versprach, dem wollte man wohl zu gerne glauben. So wählte man Hitler und seine Partei und so konnte er schließlich die "Macht ergreifen".

Notverordnungen
Doch  auch das System selber gab es her. Aus der Demokratie konnte nur deshalb eine schleichende Präsidialdiktatur werden, weil die Verfassung die Möglichkeit dafür vorsah. Der Reichspräsident besaß die Möglichkeit, den Kanzler und sein Kabinett zu ernennen, ohne dass dieser gewählt werden musste. Die "Präsidialkabinette" kamen so zustande. Der Reichspräsident konnte sich auf den Notverordnungsartikel stützen, der ihm besondere Macht verlieh.

Quelle: www.history-vision.de

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