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Hintergrundbild Epoche

Zentrum – Deutsche Zentrumspartei


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Wahlkampf der Zentrumspartei im August 1930.

Die Zentrumspartei war die Partei der katholischen Wähler. Kurz wurde sie auch "das Zentrum" genannt. Ihre Anhänger kamen aus allen sozialen Schichten. Ihre Politik stellte das Zentrum auf die Grundlage der katholischen Glaubenslehre.

Tragende Rolle

Das Zentrum gehörte zu den Parteien, die die Republik unterstützten und trugen. Mit der SPD und der DDP bildete die Partei die Weimarer Koalition, die an mehreren der ersten Regierungen beteiligt war. Auch an fast allen weiteren Regierungen war das Zentrum beteiligt. Ihr Wahlergebnis blieb während der Weimarer Republik fast auf gleicher Höhe bei 11 bis 14 Prozent.

Stellung in der Mitte

Die Zentrumspartei nahm in der politischen Mitte eine bedeutende Stellung ein und stellte mehrere Kanzler: Konstantin Fehrenbach, Joseph Wirth, Wilhelm Marx und Heinrich Brüning. Das Zentrum setzte sich für eine stabile Republik sowie für den Ausbau des Sozialstaats ein, z. B. für die Einführung der Arbeitslosenversicherung. Ab 1925 fand jedoch eine Hinwendung zum konservativeren Lager statt, was sich unter Brüning noch verstärkte. Auch Franz von Papen gehörte ursprünglich dem Zentrum an, trat aber aus der Partei aus, als er Reichskanzler wurde – ansonsten wäre er wohl aus der Partei ausgeschlossen worden.

Auflösung und Nähe zur CDU

1933 löste sich die Partei aufgrund des Drucks der Nationalsozialisten auf. Als in der jungen Bundesrepublik 1945 die CDU (Christlich Demokratische Union) gegründet wurde, zog sie auch viele ehemalige Zentrumsmitglieder an. Im Gegensatz zum Zentrum war und ist die CDU jedoch überkonfessionell und versteht sich als christliche Partei.


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