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Hintergrundbild Epoche

Der Spartakusbund


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Zentralorgan des "Spartacusbundes": Die Rote Fahne (1918)

Der Spartakusbund war zunächst eine Gruppe innerhalb der SPD und dann der USPD. Während der Novemberrevolution wurde der Bund eigenständig, 1919 ging er in der KPD auf.

Kein Eigentum mehr

Dem Spartakusbund gehörten marxistische Sozialisten an. Das bedeutet, dass sie im Privateigentum der Produktionsmittel die Wurzel allen Übels sahen – weil wenigen viel gehörte, sollten Fabriken in Zukunft allen gehören, d. h. verstaatlicht werden. Dies war der Grundgedanke, den Karl Marx entwickelt hatte. Man nennt das auch Sozialisierung.

Die Namenswahl

Spartacus war ein römischer Sklave, der Anführer eines Sklavenaufstandes war. So wie sich Spartacus gegen die Herrschenden auflehnte, so wollte der Spartakusbund das auch tun.

Von der Gruppe Internationale zum Spartakusbund

Rosa Luxemburg gründete 1914 mit sechs anderen Abgeordneten der SPD die Gruppe Internationale. Sie waren gegen den Krieg und wollten den Kriegskrediten nicht zustimmen. Auch Karl Liebknecht trat dann dieser Gruppe bei. Weitere Mitglieder waren Clara Zetkin, Leo Jogiches und Johannes R. Becher.

Am 1. Januar 1916 ging aus dieser Gruppe die Spartakusgruppe hervor, zunächst als Gruppierung innerhalb der SPD. Mit der Spaltung der SPD gehörte die Spartakusgruppe ab 1917 der USPD an.  Am 11. November 1918, während der Novemberrevolution, wurde daraus der Spartakusbund. Die Umbenennung sollte deutlich machen, dass die Gruppe nun unabhängig von einer Partei und reichsweit tätig war.

Wie hätte die Republik ausgesehen, wenn die politische Linke gewonnen hätte?

Über eine solche Frage kann man natürlich nur spekulieren. Wohl nicht anzunehmen ist, dass Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht eine Republik gewollt hätten, wie die sozialistischen Diktaturen in Russland und später in der DDR sie praktizierten.

Klaus Kordon sagt in seinem Nachwort zu "Die roten Matrosen": "Ob sie nur einem Traum nachjagten, ob ein Zusammenleben der Menschen in der Form, wie sie sie forderten, in der Realität durchzusetzen ist, darüber besteht noch heute keine Einigkeit." In den Diktaturen der Sowjetunion und der DDR war man jedenfalls weit weg von den Zielen, die Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht einst gefordert hatten.


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