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Hintergrundbild Epoche

Die Mandschurei-Krise: Mandschukuo entsteht


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Der chinesische Kriegsherr Zhang Zuolin kontrollierte die Mandschurei
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Japanische Experten schauen sich den Ort des Sprengstoffanschlages auf die Südmandschurische Eisenbahn an.
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Die Karte zeigt Japan in Rot. Grün sind die von Japan besetzten Gebiete der Mandschurei.
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Pu Yi

Die Mandschurei unter Zhang Zuolin

Die Mandschurei ist heute ein Gebiet im Nordosten von China. Japan, Russland und China hatten nach dem Ersten Weltkrieg Interesse an der Mandschurei. Zwischen 1917 und 1928 war die Mandschurei ein eigener Staat und diente als Puffer zwischen den drei Mächten. Die Herrschaft in der Mandschurei übte der Kriegsherr Zhang Zuolin aus.

Die Eisenbahnen durch die Mandschurei

Im Norden kontrollierten jedoch die Russen die durch die Mandschurei verlaufende Ostchinesische Eisenbahn, im Süden die Japaner die Südmandschurische Eisenbahn. 1928 kam Zhang Zuolin bei einem Bombenanschlag auf seinen Zug ums Leben. Der Anschlag wurde von Japanern verübt, die hofften, dass ein Chaos ausbrechen würde und sich ihr Land nun weiter ausdehnen könne. Das war jedoch nicht der Fall. Zuolins Sohn Zhang Xueliang übernahm die Herrschaft in der Mandschurei.

Mukden-Zwischenfall

Bei der Stadt Mukden (heute Shenyang) verübten zwei japanische Offiziere am 18. September 1931 einen Sprengstoffanschlag auf die Südmandschurische Eisenbahn. Japan machte aber die Chinesen verantwortlich für den Anschlag und es kam zu einem Feuergefecht. Japanische Truppen marschierten in Mukden ein, eroberten die Stadt und besetzten die Mandschurei. Dies war der Beginn der weiteren Expansion Japans, was schließlich zum Ausbruch des zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges 1937 führen sollte.

Mandschukuo

Am 1. März 1932 errichtete Japan in der Mandschurei den Staat Mandschukuo. Er bestand bis 1945. Japan setzte Pu Yi als Herrscher ein, der bis 1912 der letzte Kaiser von China gewesen war und seit 1924 unter japanischem Schutz stand. Mandschukuo gilt als Marionettenstaat, d. h. es wurde wie eine Marionette letztendlich von Japan aus befehligt.

Japanisch wurde Staatssprache und der Shintoismus wurde zur Staatsreligion erklärt. Nur wenige Staaten erkannten Mandschukuo an (23 von 80). Die USA verurteilten die Besetzung in der Hoover-Stimson-Doktrin. Auch der Völkerbund protestierte. Daraufhin trat Japan aus dem Völkerbund aus. Mandschukuo existierte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, als Japan kapitulierte.

Filmtipp:
Die Geschichte von Pu Yi wurde verfilmt. "Der letzte Kaiser" erhielt 1988 neun Oscars.


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