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Hintergrundbild Epoche

Werbung boomt: Blechpest, weiße Damen und Himmelsschreiber


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Das Kaufhaus Wertheim wirbt hier für Extrapreise.
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Dieses Persil-Werbefachblatt erklärt, wie der Pilot die Werbebotschaften in die Luft malte.

Schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts war Werbung nicht mehr wegzudenken. Sie prangte auf Litfasssäulen und auf Häuserwänden, in Tageszeitungen und eigens dafür gedrucken Werbezeitungen. Leuchtreklame und große Plakate gehörten zu den immer mehr verwendeten Werbeformen. Schilder aus Blech und Emaille wurden so viel für Reklame eingesetzt, dass man schon von einer "Blechpest" sprach.

Marken prägen sich ein

Viele Firmen schufen in den 1920er Jahren Figuren für ihre Werbung oder bestimmte Formen ihrer Verpackungen, die lange Zeit galten und manchmal bis heute fast unverändert sind. Der Schriftzug des Tempo-Taschentuchs gehört genauso dazu wie die blaue Nivea-Dose, die 1925 das erste Mal auf den Markt kam.

Persil und die weiße Dame

Der Waschmittelkonzern Henkel, der unter anderem auch Persil herstellte, war besonders findig. So schuf der Berliner Kunstmaler Kurt Heiligenstaedt 1922 eine "Weiße Dame", die mehrere Jahrzehnte die Werbefigur für Persil blieb. Außerdem wurden ab 1924 "Haushaltsberaterinnen" eingesetzt. Zu welchem Waschmittel diese den Hausfrauen riet, kann man sich denken…

Persil schreibt in den Himmel

Henkel war dann auch die erste deutsche Firma, die das Himmelsschreiben populär machte. Im Mai 1927 schrieb ein Flugzeug zunächst "Hallo Berlin" in den Himmel über der Hauptstadt. Als alle Menschen in den Himmel starrten und staunten, folgte ein zweites Flugzeug und schrieb das Wort "Persil". Von da an starteten regelmäßig Piloten zum Himmelsschreiben. An wolkenfreien Tagen wurde sogar von "Persil-Wetter" gesprochen.

Werbespots

Auch Werbespots gab es schon. Der erste Kino-Werbefilm für NIVEA Creme und Puder wurde 1920 von Julius Pinschewer und Harry Jaeger produziert. Sie gehören zu den Pionieren des deutschen Werbefilms. Du kannst ihn dir hier ansehen:


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