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Hintergrundbild Epoche

Der gläserne Mensch


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Die gläserne Frau

Großes Staunen rief der Gläserne Mensch hervor, der 1930 dem Publikum vorgestellt wurde. Das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden hatte das Modell eines Menschen entwickelt, der durchsichtig war. Die Hülle war aus Kunststoff, durch den man auf das Skelett und die inneren Organe blicken konnte. Eine Stimme vom Grammophon gab dazu Erklärungen, außerdem leuchteten die Organe auf Knopfdruck auf.

Die Sensation

Ein durchsichtiges Modell eines Menschen – das war eine Sensation! Einzelne Modelle von Organen gab es vorher schon, aber ein Mensch, in den man hineinschauen konnte, das war etwas völlig Neues.

Der Bau des gläsernen Menschen

Der Präparator Franz Tschackert hatte den durchsichtigen Menschen erbaut. Er durfte dafür den großen Dampfkessel einer Marmeladenfabrik nutzen. Damit war er in der Lage, den Kunststoff Cellon mit heißem Wasserdampf zu der Außenhaut des gläsernen Menschen zu formen. Zwei Jahre arbeitete Tschackert an seiner Figur. 40 kleine Lampen wurden verbaut, um die Organe aufleuchten zu lassen. 12 Kilometer Kupferdraht stellten die Blutgefäße und Nervenbahnen dar.

Ein begeistertes Publikum

Nicht nur die Wissenschaft war begeistert, auch die Presse und die Öffentlichkeit. In die "II. Internationale Hygiene-Ausstellung" kamen 1930 drei Millionen Menschen, 1931 noch einmal 1,7 Millionen. Mit der Ausstellung wurde auch das Hygiene-Museum eröffnet. Die Werkstatt des Museums wurde zur Produktionsstätte von zahlreichen weiteren gläsernen Menschen. 1935 wurde dem gläsernen Mann eine gläserne Frau zur Seite gestellt.



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