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Hintergrundbild Epoche

Kinder ohne Kindheit


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Hier siehst du ein Flüchtlingskind im Jahr 1946. Dieses Kind hatte sicher keine schöne Kindheit, im Krieg geboren, vertrieben und mit fünf Jahren ohne Zuhause.
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Viele Kinder handelten auf dem Schwarzmarkt mit Zigaretten. Das war nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene verboten und hatte schlimme Strafen zur Folge.

Stell dir vor, ein Kind wurde im Jahr 1935 geboren. Da waren die Nationalsozialisten gerade mal zwei Jahre an der Macht. Dann war es bei Kriegsende zehn Jahre alt. Schule kannte es vielleicht gar nicht. Einen großen Teil seiner Kindheit hatte es während des Krieges verbracht. Die Erfahrungen, die es machen musste, waren oft schrecklich gewesen. Bomben, Kämpfe, Verlust des Vaters, überforderte Mutter. Vielleicht musste es sogar fliehen, sein Zuhause verlassen und hatte den Tod seiner Geschwister oder Verwandten erlebt. 

Viele Kinder hatten Schreckliches erleben müssen

Diese Kinder hatten in frühen Jahren oft Schreckliches erfahren, das sie geprägt hatte. Viele mussten schon früh Verantwortung für sich und ihre Geschwister übernehmen. Oft konnten diese Kinder gar nicht trauern, nicht weinen, denn sie mussten widerstandsfähig und hart bleiben, sonst hätten sie nicht überleben können. Und nach dem Krieg hörte der Kampf ums Überleben ja nicht auf.

Die Älteren kümmerten sich um die Jüngeren

Die Kinder übernahmen die Aufgabe der Eltern. Ältere Geschwister mussten für die Jüngeren sorgen. Die Väter waren oft nicht mehr da, sie waren im Krieg gestorben oder saßen in Gefangenschaft. Viele Mütter waren durch die Situation überfordert. Hilfen gab es keine oder weniger, man musste sich selbst irgendwie helfen.

Viele lernten Rücksichtslosigkeit

Viele Kinder lernten rücksichtslos zu sein, oder nennen wir es durchsetzungsfähig. Nach dem Krieg führten allein 100 000 Kinder, so schätzt man zumindest, ein Vagabundenleben. Das hieß, sie hatten niemanden, der sich um sie kümmerte, sie strolchten umher, immer auf der Suche nach einem Schlafplatz und etwas Essbarem. Was sollten sie auch tun? Sie wollten überleben.

Manche wurden kriminell

Manche taten sich zusammen, um gemeinsam stärker zu sein. So entstanden richtige Kinder- und Jugendbanden. Viele wurden auch kriminell durch Geschäfte auf dem Schwarzmarkt. So wurden auch viele Kinder zwischen acht und 14 Jahren wegen Diebstahl und Einbruch festgenommen. 

Nicht alle dieser Kinder waren Waisen. Oft waren es auch die Mütter, die Kinder auf den Schwarzmarkt schickten, um Essbares zu ergattern. Die Not war einfach zu groß.


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