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Hintergrundbild Epoche

Frauenzeitschriften von Männern verfasst


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Junge Frauen lasen mit Begeisterung „Constanze“ und etwas später ab 1957 dann auch „Brigitte“.

1948 erhielten die Hamburger Verleger Axel Springer und John Jahr die Lizenz für eine Frauenzeitschrit, die "Constanze" getauft wurde. Die erste deutsche Frauenzeitschrift nach dem Krieg trug also einen Frauennamen, der heute selten sein dürfte.

Männer verfassten "Frauenthemen"

Die erste Ausgabe der "Constanze" erschien im März 1948 und umfasste 24 Seiten. 60 00 Exemplare wurden von "Constanze" gedruckt. Übrigens verfassten die Artikel, in denen es sich meist um Tipps für Leserinnen wie Kochrezepte, Erziehungstipps, Mode- und Bastelseiten handelte, fast nur Männer.

"Die Freundin"

Im selben Jahr, also auch 1948, erschien dann die "freundin", die zunächst "Ihre Freundin" hieß. Sie stammte aus einem anderen Verlagshaus und wurde ab 1962 vom Burda Verlag übernommen. Die Bezeichnung "freundin" erhielt sie dann erst 1967, bis dahin blieb es erst einmal bei "Ihre Freundin".

1957 bekam "Constanze" eine jüngere Schwester, die "Brigitte" hieß und die es - genauso wie die "freundin" - auch heute noch zu kaufen gibt.

Themen der Zeit

Diese Zeitschriften griffen die Themen der Zeit auf, das waren für Frauen keine politischen Themen, sondern es ging um Haushalt, um Mode und Kosmetik, um Schönheit, aber auch um Fragen rund um die Kindererziehung. Mit der Zeit gab es dann viele weitere Zeitschriften, die dann spezielle Themen wie "Wohnen und Leben", "Familie" usw. aufgriffen. Doch zu Beginn "bedienten" die Zeitschriften so ziemlich jedes Thema, das man damals für Frauen als wichtig erachtete.

Weit weg von der Emanzipation

Da Frauen in den 50er Jahren in erster Linie als Hausfrauen arbeiteten und sich um Mann und Kinder kümmerten, waren das dann auch die wichtigsten Themen. Erst mit der Frauenemanzipation sollte sich auch die Themen der Frauenzeitschriften ändern. Davon war man allerdings in den 50er Jahren noch weit entfernt.


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