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Bücher für alle: Das Taschenbuch


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Der Roman „Kleiner Mann was nun“ von Hans Fallada war eines der ersten Taschenbücher, das gedruckt wurde.
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Blätterst du das Buch durch, so sind in den ersten Ausgaben noch Anzeigen zu finden.

Bücher hatten in der Zeit nach dem Krieg Seltenheitswert. Woher sollten sie auch kommen? Viele Bücher waren im Krieg zerstört worden, ein großer Teil schon vorher verboten und manche verschollen. Und nach dem Krieg war es wichtiger, es warm zu haben, als Bücher zu lesen. So landete manches gute Buch auch nach dem Krieg noch im Feuer.

Amerikanische Vorbilder

Da hatte ein gewisser Heinrich Maria Ledig-Rowohlt eine Idee. Er war der Sohn von Ernst Rowohlt, einem sehr bekannten deutschen Verleger und Begründer des bekannten rowohlt Verlages. Dieser Heinrich Rowohlt entdeckte in den Vereinigten Staaten die so genannten "pocket books". Das waren kleine handliche Bücher, die eben in eine Tasche - englisch: pocket - problemlos passten. Und solche Bücher brachte er auch auf dem deutschen Büchermarkt heraus.

Rowohlts Rotations Romane

Diese Bücher wurden zu Beginn auf einem Zeitungsformat gedruckt, waren also viel größer als ein Taschenbuch. So kam der Name ROwohlts ROtatations ROmane zustande. Aus den großformatigen Büchern wurden dann 1950 die ersten Taschenbücher in einem kleinen Format, die wir noch heute unter dem Namen rororo kennen. Die ersten Taschenbücher waren von Kurt Tucholsky "Schloß Gripsholm", von Hans Fallada "Kleiner Mann – was nun?" und von Graham Greene "Am Abgrund des Lebens" sowie ein Buch, das du vielleicht auch kennst, von Rudyard Kipling: "Das Dschungelbuch". Mogli, Baghira und die Schlange Ka sind hier die Helden.

Bücher konnte sich jetzt fast jeder leisten

Ein solches Buch kostete 1,50 Mark und bis 1950 wurden schon 1 Million solcher Taschenbücher verkauft. Die Bücher waren ganz bunt und auffallend. Das Besondere an diesen Büchern war, dass es sich jetzt sehr viel mehr Menschen leisten konnten, ein Buch zu kaufen als zuvor. Da waren Bücher wertvolle und gleichzeitig teure Gegenstände. Zu Beginn gab es deshalb auch genügend Kritiker des Taschenbuchs. Man war der Meinung, solch wertvollen Inhalte gehören nicht zwischen die Seiten eines billigen Taschenbuches.

Werbung zwischen den Seiten

Eine Besonderheit hatten die ersten Taschenbücher ebenfalls, denn diese Bücher waren auch noch mit Werbung bestückt und wer das Buch las, stolperte irgendwann über eine Anzeige.


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