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4.8.1914

Deutsche Truppen marschieren durch das neutralen Belgien

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Auf diesem Bild siehst du alle Länder, die am Ersten Weltkrieg teilnahmen: in gelber Farbe das Deutsche Reich und seine Verbündeten, in grüner Farbe die so genannte Entente. Grau abgebildet sind die neutralen Staaten.

Da das Deutsche Reich nach dem Schlieffen-Plan den Krieg an zwei Fronten vermeiden wollte, also im Westen gegen Frankreich und im Osten gegen Russland, sollte zunächst Frankreich ausgeschaltet werden. Anschließend plante man, sich  dem Krieg im Osten zuzuwenden.

Aus militärstrategischen Gründen mussten die deutschen Truppen auf dem Weg nach Frankreich durch das neutrale Belgien marschieren. Doch Belgien weigerte sich, die deutschen Truppen ziehen zu lassen. Schon am 2. August 1914 waren die Soldaten - ohne vorausgehende Kriegserklärung - ins benachbarte Luxemburg einmarschiert und hatten das Land besetzt.

Auch Großbritannien erklärte dem Deutschen Reich den Krieg

Großbritannien allerdings verteidigte die Neutralität Belgiens. So erklärte in der Folge Großbritannien dem Deutschen Reich ebenfalls den Krieg. Italien  hatte sich ja schon am 2. August als neutral erklärt, weil der Bündnisfall aufgrund der Kriegserklärung Deutschlands an Russland nicht eingetreten sei.

Am 3. August 1914 erfolgte die deutsche Kriegserklärung an Frankreich. Es folgten Kriegserklärungen Österreich-Ungarns an Russland am 6. August 1914. Am 12. August 1914 erklärten Frankreich und Großbritannien Österreich-Ungarn den Krieg.

Diese Abfolge ist deshalb so wichtig, weil sich später viele Historiker stritten, wer denn nun Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges hatte. Wer wem nun zuerst den Krieg erklärte, konnte als Frage allerdings nicht befriedigend beantwortet werden. Der Streit wird noch heute geführt. So gibt es verschiedene Theorien, wer denn nun den Ersten Weltkrieg letztlich begonnen habe. Die Historiker sind sich nicht einig. Während lange Zeit das Deutsche Reich als alleiniger Verursacher galt, rückte die Mitverantwortung der anderen Länder stärker in den Mittelpunkt.


 
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