Zeitstrahl - Jahr 1958

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1958

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    1958 DDR
    Die DDR gab 1958 eine Briefmarke anlässlich der Leipziger Frühjahrsmesse heraus. [ © Wikimedia, gemeinfrei ]

    1958

    Nach wie vor beschäftigte die Menschen in West-Deutschland 1958 die Frage der atomaren Ausrüstung der Bundeswehr. Trotz der Proteste und Demonstrationen beschloss der Bundestag im März schließlich dieser Ausrüstung mit Atomwaffen zuzustimmen. Da die NATO im Dezember 1958 jedoch dieser Ausrüstung nicht zustimmte, brach der Protest dagegen in der Folge zusammen.

    1958 trat auch das Gleichberechtigungsgesetz in Kraft. Es sollte den Grundgesetzartikel "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" tatsächlich umsetzen. Viele Gesetze entsprachen nämlich gar nicht einer solchen Gleichberechtigung. Das neue Gesetz brachte den Frauen einige Verbesserungen – eine wirkliche Gleichberechtigung jedoch nicht.

    Das Wirtschaftswunder ging auch 1958 weiter. Allerdings begann in diesem Jahr auch die Kohlekrise. Das Zechensterben war nicht mehr aufzuhalten. Sie Subventionen für den Steinkohlebergbau waren im Vorjahr gestrichen worden, weil zu viel produziert worden war. Außerdem sank die Nachfrage nach Steinkohle, während die für Erdöl stieg.
     

    1958 in der DDR

    In der DDR verkündete Walter Ulbricht auf dem 5. Parteitag der SED die "Zehn Gebote für den neuen sozialistischen Menschen". Darin wurden die politischen Pflichten der DDR-Bürger festgelegt.

    Im November 1958 fand die 3. Volkskammerwahl statt. Sie war wie alle anderen Wahlen in der DDR eine Scheinwahl.
     

    Berlin-Krise

    Zwischen Ost und West kam es 1958 außerdem zur zweiten Berlin-Krise (nach der Berlin-Blockade 1948/49). Am 27. November forderte der sowjetische Regierungs- und Parteichef Chruschtschow von den Westmächten, dass sie innerhalb von sechs Monaten aus West-Berlin abziehen sollten.

    Man nennt diese Forderung auch das Berlin-Ultimatum. West-Berlin sollte eine "freie Stadt" werden. Die Sowjetunion versuchte damit, den Viermächtestatus von Berlin aufzukündigen. Für den Westen war klar, dass der Abzug ihrer Truppen nicht in Frage kam. Auch den freien Zugang zu West-Berlin wollten sie nicht aufgeben.
     

    Weitere Ereignisse 1958

    In Frankreich wurde Charles de Gaulle Präsident. Die Fünfte Französische Republik begann.

    Die erste Weltausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg fand in Brüssel statt. Auf dieser Expo 58 wurde das Atomium eröffnet.