Zeitstrahl - Jahr 1953

Zeitklicks

1953

    Einfache Sprache
    Kinder ab 8 Jahren

    Volksaufstand in der DDR
    Die Regierung der DDR schlug den Aufstand vom 17. Juni gewaltsam nieder. [ © Bundesarchiv, Bild 175-14676 / CC BY-SA 3.0 ]

    Zeitstrahl: Was passierte im Jahr 1953?

    Sowohl in der BRD als auch in der DDR war 1953 viel los. Was genau, das erfährst du auf dem Zeitstrahl.

    Was geschah 1953 in der BRD?

    Am 27. Februar wurde das Londoner Schuldenabkommen getroffen. Diese Abmachung wird zu einer wichtigen Voraussetzung für die Unabhängigkeit der BRD von den Alliierten. Aber warum? Die BRD erklärte in London ihre Bereitschaft, Schulden aus der Zeit vor und nach dem Zweiten Weltkrieg zu bezahlen. Dazu kam auch das Luxemburger Abkommen. Dabei ging es vor allem um die Rückerstattung von Vermögen, dass die Nazis Jüdinnen und Juden gestohlen hatten. Auch sollten jüdische Geflüchtete unterstützt werden. Das Ansehen Deutschlands im Ausland ging dadurch. 

    Am 06. Dezember 1953 wurde außerdem der zweite Deutsche Bundestag in der BRD gewählt. Die CDU und CSU legt deutlich an Stimmen zu. Das ist insbesondere eine Bestätigung der Politik des Kanzlers Konrad Adenauer. Konrad Adenauer gehörte der CDU an. Konrad Adenauer stand für eine Politik, die Deutschland eng an den Westen anbinden wollte. Auch war er ein Verfechter der so genannten sozialen Marktwirtschaft.

    ei diesen Wahlen wurde die Fünf-Prozent-Hürde eingeführt. Das bedeutete, um ins Parlament gewählt zu werden, musste eine Partei mindestens 5 Prozent der Wählerstimmen erhalten. Nach dieser Wahl waren nur noch sieben Parteien im Deutschen Bundestag vertreten. as Vertrauen gegenüber den Aussagen der DDR-Regierung schwand im Westen Deutschlands. Die Angst vor dem Kommunismus wurde bei vielen Bürgerinnern und Bürgern im Westen größer. So unterstützten viele Adenauer. Er war gegen den Kommunismus.

    Und was war 1953 in der DDR los?

    Im Jahr 1953 ging der Aufstand des 17. Juni in die Geschichtsbücher ein. Der Aufstand des 17. Juni 1943 begann mit einem Streik von Bauarbeitern gegen die geringen Löhne am 16. Juni. Sie mussten immer mehr arbeiten, aber es gab dafür nicht mehr Geld. Grund dafür waren wirtschaftliche Engpässe, die durch die Maßnahmen zum Aufbau des Sozialismus entstanden waren. Ausgefallenen Ernten und die Flucht vieler Bauern in den Westen sorgten dafür, dass die Versorgung der Menschen 1953 besonders schlecht war. Am 16. Juni 1953 traten 80 Bauarbeiter an einer Großbaustelle an der Stalinallee in Ost-Berlin in den Streik, um gegen die Erhöhung der Arbeitsnormen zu protestieren. Weitere Menschen schlossen sich an. Am Ende waren es etwa 10.000 Menschen. Der Protest richtete sich jetzt auch gegen die Regierung, obwohl sie die Arbeitszeiterhöhung inzwischen rückgängig gemacht hatte. Man forderte den Rücktritt der Regierung und freie Wahlen. Am 17. Juni gab es dann Streiks in 72 Städten der DDR. Der Streik wurde zum Aufstand gegen die kommunistische Herrschaft. Die Politik ließ den Aufstand gewaltsam niedergeschlagen. Es gab mehr als 50 Tote. Etwa 20.000 Menschen wurden verhaftet. 29 Menschen wurden sogar zum Tode verurteilt.

    Die Stasi baute in den kommenden Jahren ein Netz der Überwachung auf. Damit wollte man einen weiteren Aufstand schon im Vorfeld verhindern.