Zeitstrahl - Jahr 1945

Zeitklicks

1945

    Einfache Sprache
    Kinder ab 8 Jahren

    Nürnberger Prozesse
    Bei den Nürnberger Prozesse wurden bekannte Nazis zum Tode verurteilt. [ © gemeinfrei ]

    Zeitstrahl: Das Jahr 1945 einfach erklärt

    Im Jahr 1945 endete der Zweite Weltkrieg. Das Jahr begann mit der Konferenz von Jalta. Jalta liegt auf der Halbinsel Krim. Die Konferenz fand vom 04. bis zum 11. Februar 1945 statt. Roosevelt, Churchill und Stalin legten die für das besiegte Deutschland geplante Politik fest. Währenddessen tobte aber noch der Krieg. Doch es wurde immer deutlicher, dass Deutschland verlieren würde. Auf der Konferenz plante man die Aufteilung des besiegten Deutschlands. Es ging gleichzeitig darum, wer in Zukunft die meiste Macht in Europa ausüben sollte. Auch der Krieg gegen Japan war ein wichtiges Thema. Die Sowjetunion verpflichtete sich am Ende, in den Krieg gegen Japan einzutreten. Einig waren sich alle drei darin, den Krieg gegen Deutschland möglichst bald zu beenden. Trotzdem gab es auch Misstrauen gegeneinander. Deshalb war es nicht leicht, Entscheidungen zu treffen. Deutschland sollte aber in vier Besatzungszonen eingeteilt werden.  Jede der Siegermächte wäre dann für eine Zone zuständig. Die Siegermächte waren Frankreich, Großbritannien, die USA und die Sowjetubion. Bei Fragen, die das ganze Land beträfen, sollte der alliierte Kontrollrat eingreifen. Er bestand aus Vertretern aller vier Länder. Ziel war es, Deutschland zu entwaffnen und zu entnazifizieren. Also von nationalsozialistischen Gedanken zu befreien. 

    Kurz nach der Konferenz kam es noch einmal zu schweren Angriffen auf das Deutsche Reich. So wurde am 13. und 14. Februar die Stadt Dresden durch einen britischen Bombenangriff fast vollständig zerstört. Dabei wurden 25.000 Menschen getötet. Viele Menschen verbrannten. Dresden hatte für den Sieg der Alliierten keine strategische Bedeutung.

    Was passierte alles 1945?

    Die Alliierten kamen immer näher. Hitler und einige seiner Vertrauten versteckten sich deshalb im Führerbunker. Dieser Bunker war extra dafür gebaut wurden. Hitler hoffte bis zum Schluss, noch eine militärische Wende einleiten zu können. Wahrscheinlich war es nicht mehr ganz bei Trost. In der Nacht zum 30. April 1945 erhielt Hitler die Meldung, dass die Wehrmacht keine Chancen zur Verteidigung mehr sah. Deshalb beging er am 30. April 1945 Selbstmord. Er wollte den Russen nicht lebend in die Hände fallen. Kurz nach Hitlers Selbstmord kapitulierten dann auch die Deutschen Truppen.  Der Krieg war am 08. Mai 1945  offiziell vorüber.

    Ein wichtiges Ereignis im Jahr 1945

    Am 05. Juni 194 wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Das wurde in der Berliner Vier-Mächte-Erklärung festgelegt. In jeweils einer der Zonen durfte eine der Siegermächte bestimmen. Doch was sollte das genau für Deutschland bedeuten? In Deutschland durfte es kein Militär mehr geben. Führende Nazis sollten bestraft werden. Gleichzeitig musste Deutschland seine komplette staatliche Souveränität aufgeben. Das bedeutet, dass die Regierung nichts mehr selbst entscheiden durfte.

    Genaueres wurde dann schließlich in der Potsdamer Konferenz vom 19. Juli bis zum 02. August 1945 festgelegt. Deutschland sollte entmilitarisiert, entnazifiziert, demokratisiert und dezentralisiert. Es sollte eine Demokratie aufgebaut werden. Wie Deutschland genau entnazifiziert, also vom nationalsozialistischen Gedankengut befreit werden sollte, blieb aber unklar. Jede der Besatzungsmächte machte das anders.

    Auch die Bestrafung der Nazis beginnt 1945

    Zur geplanten Entnazifizierung gehörte auch die Bestrafung der Nazi-Verbrecher. Deshalb begannen am 20.11.1945 die so genannten Nürnberger Prozesse. In Nürnberg wurde ein Internationaler Militärgerichtshof gebildet. Hier wurde klar, wie schlimm die Nazis wirklich waren. Am 20. November 1945 begann der Prozess gegen die 22 Hauptkriegsverbrecher. Darunter waren Hermann Göring , Julius Schleicher und Joachim von Ribbentrop. Und der Rest der Bevölkerung? Viele fühlten sich unschuldig. Sie wären von den Nazis verführt  und verraten worden. Dies war auch eines der Hauptprobleme bei der Aufarbeitung der Vergangenheit. Kaum jemand stand für seine Schuld ein. Der erste Nürnberger Prozess endete am 1. Oktober 1946 mit zwölf Todesurteilen. Es gab insgesamt zwölf Nachfolgeprozesse. Die Nürnberger Prozesse waren einmalig. Zum ersten Mal wurden Angehörige einer Regierung vor Gericht gestellt. Doch viele der Verbrechen wurden erst spät bestraft.