Zeitstrahl - Jahr 1923

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1923

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    Das Krisenjahr 1923
    1923 war das schwerste Krisenjahr in Deutschland. Dieser Rentenpfennig wurde damals geprägt. Die Einführung der Rentenmark beendete die Hyperinflation. [ © Public domain ]

    Das Krisenjahr 1923

    1923 gilt als das Krisenjahr der Weimarer Republik. Was war 1923 los in Deutschland? Gleich drei Ereignisse gefährdeten die erste Demokratie auf deutschem Boden: Die Ruhrkrise durch die Besetzung des Ruhrgebiets, der massive Geldverlust in der Hyperinflation und der Hitler-Putsch.

    Weil Deutschland mit den Zahlungen der Reparationen in Verzug war, besetzten die Franzosen das Ruhrgebiet. Aus Protest wurde dort nun gar nichts mehr produziert. Trotzdem erhielten die Arbeiter weiter Lohn. Das wiederum führte zur Hyperinflation. Die Wirtschaft lag eh am Boden, denn durch die Bestimmungen des Versailler Vertrages hatte das Deutsche Reicha auch den Zugang zu vielen Rohstoffen wie Kohle verloren.

    Gleich drei Reichskanzler waren 1923 im Amt: Wilhelm Cuno, Gustav Stresemann und Wilhelm Marx. Cuno trat im August zurück, weil seine Regierung nicht Herr der Lage wurde. Stresemann beendete den passiven Widerstand im Ruhrgebiet und beendete die Hyperinflation durch eine Währungsreform.

    Die Krisen rissen aber nicht ab. Im Oktober 1923 wollten Separatisten das Rheinland für sich beanspruchen und in Sachsen, Thüringen und Hamburg kam es zu Aufständen von kommunistischer Seite. Im November kam es in München zum Hitlerputsch. Der scheiterte zwar, doch Hitlers Machtstreben blieb ungebrochen.

    Stresemanns Kabinett verlor den Rückhalt von mehreren Parteien seiner Koalition. Ein Misstrauensvotum brachte ihn Ende November 1923 zu Fall. Wilhelm Marx wurde neuer Reichskanzler, Stresemann bestimmte aber als Außenminister die Politik weiter mit.

    Krisenjahre

    Manchmal wird nicht nur 1923 als Krisenjahr bezeichnet, sondern es werden gleich die Jahre 1920 bis 1923  Krisenjahre genannt. Denn diese Jahre waren alle schwierig für die junge Demokratie, die Deutschland mit dem Ende des Kaiserreichs geworden war. Die Arbeitslosigkeit war hoch, die Inflation machte den Menschen zu schaffen und Lebensmittel waren knapp. Außerdem kam es mehrfach zu Unruhen und Aufständen.