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Was ist Sozialismus?


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Marx, Engels und Lenin: Die drei Verfechter des Kommunismus waren die Vorbilder für die SED.

Sozialismus ist eine Weltanschauung. Man kann es auch eine politische Ideologie nennen. Grundwerte des Sozialismus sind Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität, also das Einstehen für andere und ihre Unterstützung.

Sozialismus, Liberalismus und Konservatismus

Der Sozialismus entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Andere politische Ideologien, die in dieser Zeit entstanden, waren der Liberalismus und der Konservatismus. Liberale treten vor allem für die Freiheit und Selbstbestimmung des Bürgers ein, Konservative wollen alte Werte und Traditionen bewahren und allenfalls langsame Veränderungen.

Theorie des Sozialismus

Vor allem die Industrialisierung und die damit verbundene Ausbeutung der Arbeiterschaft führten zur Verbreitung der sozialistischen Idee. Die bekannteste Theorie des Sozialismus entwickelten Karl Marx und Friedrich Engels. Man nennt sie darum auch Marxismus. Die Ausprägung durch die Sowjetunion und Lenin nennt man Marxismus-Leninismus. Hier wird der Sozialismus als eine Phase betrachtet im Übergang vom Kapitalismus zum Kommunismus. Was heißt das nun wieder?

Kapitalismus und Kommunismus

Mit Kapitalismus und Kommunismus bezeichnet man zwei entgegen gesetzte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnungen. Im Kapitalismus gibt es vor allem privates Eigentum und die Wirtschaft wird durch den "Markt", durch Angebot und Nachfrage, reguliert. Es herrscht "Marktwirtschaft", so wie in der Bundesrepublik. Im Kommunismus soll es kein Privateigentum mehr geben, alles gehört dem Staat bzw. damit dem Volk, es ist Volkseigentum. Es herrscht Planwirtschaft (siehe dazu auch Wirtschaft): ein Plan bestimmt im Voraus, was und wie viel hergestellt wird. Im Kommunismus soll es keine "Klassen" mehr geben, Ziel ist die klassenlose Gesellschaft, ohne "oben" und "unten".

Realsozialismus

Wenn alle Menschen gleich wären, das wäre doch schön, oder? Funktioniert hat das aber leider nicht. Der "real existierende Sozialismus", also der, wie er dann tatsächlich in der Sowjetunion oder der DDR praktiziert wurde, war nämlich alles andere als gleich, gerecht und frei. Die Staatspartei beherrschte alle Bereiche des Lebens, die Menschen wurden unterdrückt und eingesperrt. Auch die Planwirtschaft funktionierte nicht, wie man es sich vorgestellt hatte. Wirtschaftlich ging es den kommunistischen Staaten nämlich ziemlich schlecht.


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