Von Klein auf

Kinder und Jugendliche während der NS-Zeit: eine einfache Zusammenfassung

Wie lebten Kinder in der NS-Zeit?
Kinder und Jugendliche waren für Adolf Hitler und die Nationalsozialisten sehr wichtig. Aber nicht, weil sie Kinder schützen oder ihnen ein gutes Leben ermöglichen wollten.
Die Nationalsozialisten wollten Kinder nach ihren Ideen erziehen. Jungen sollten stark, gehorsam und später gute Soldaten werden. Mädchen sollten vor allem auf ihre spätere Rolle als Mütter vorbereitet werden.
Kinder sollten nicht frei denken. Sie sollten gehorchen und an Hitler glauben. Kritische Fragen waren nicht erwünscht. Mehr dazu erfährst du im Artikel „Härte und Stärke“.
Erziehung begann schon im Sandkasten
Die Erziehung im Nationalsozialismus begann sehr früh. Schon kleine Kinder sollten lernen, was die Nationalsozialisten für richtig hielten. Auch Spielzeug, Bücher und Spiele wurden dafür benutzt. Jungen bekamen oft Spielzeug, das mit Krieg und Soldaten zu tun hatte. Mädchen sollten auf Haushalt, Familie und Kinder vorbereitet werden.
Sogar bekannte Spiele wurden manchmal verändert, damit sie besser zur NS-Ideologie passten. Mehr dazu liest du im Artikel „Hitler im Sandkasten“.
Kinder unter dem Einfluss der Nationalsozialisten
Viele Kinder konnten sich dem Einfluss der Nationalsozialisten kaum entziehen. Die Ideen der NS-Zeit begegneten ihnen fast überall: zu Hause, in der Schule, in Büchern, bei Feiern und in Jugendgruppen. Auch Eltern hatten es schwer, ihre Kinder anders zu erziehen. Wenn Eltern gegen Hitler waren, konnten sie das oft nicht offen sagen. Das war gefährlich.
Die Nationalsozialisten wollten, dass Kinder zuerst an Hitler und das „Vaterland“ glaubten. Freiheit, Mitgefühl und eigene Meinungen waren weniger wichtig.
Jungvolk, Jungmädel, Hitlerjugend und BDM
Ab 10 Jahren kamen viele Kinder in nationalsozialistische Jugendgruppen. Jungen gingen ins Deutsche Jungvolk. Dort wurden sie oft „Pimpfe“ genannt. Mädchen kamen zu den Jungmädeln.
Ab 14 Jahren gingen Jungen in die Hitlerjugend, kurz HJ. Mädchen kamen in den Bund Deutscher Mädel, kurz BDM.
Dort machten sie Sport, sangen Lieder, gingen auf Fahrten und lernten die Ideen der Nationalsozialisten. Das sollte Spaß machen und ein starkes Gemeinschaftsgefühl schaffen. Gleichzeitig wurden die Kinder aber auch beeinflusst und kontrolliert.
Gab es Kinder, die nicht dazugehörten?
Nicht alle Kinder durften in der NS-Zeit dazugehören. Jüdische Kinder, Kinder mit Behinderung, Sinti und Roma und viele andere wurden ausgegrenzt, verfolgt oder ermordet. Die Nationalsozialisten teilten Menschen in Gruppen ein. Sie behaupteten, manche Menschen seien mehr wert als andere. Das war falsch und menschenverachtend.
Der Hitlerjunge Salomon
Eine besondere Geschichte ist die von Salomon Perel. Er war ein jüdischer Junge. In der NS-Zeit gab er sich als nicht-jüdisch aus und lebte sogar an einer Adolf-Hitler-Schule. So konnte er überleben. Seine Geschichte zeigt, wie gefährlich die Zeit für jüdische Kinder war.
Mehr dazu erfährst du im Artikel „Wer ist der Hitlerjunge Salomon?“.
Kurz gesagt
Kinder und Jugendliche wurden in der NS-Zeit stark beeinflusst. Die Nationalsozialisten wollten sie früh erziehen und kontrollieren.
Jungen sollten Soldaten werden. Mädchen sollten auf Familie und Mutterschaft vorbereitet werden. Viele Kinder lernten Gehorsam, Härte und die Ideen Hitlers.
Doch nicht alle Kinder gehörten dazu. Viele wurden ausgegrenzt und verfolgt. Die NS-Zeit war deshalb auch für Kinder und Jugendliche eine Zeit von Angst, Druck und Gewalt.












