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15. 1. - 15. 11. 1923

Die Inflation wird zur Hyperinflation

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Das Tapezieren mit Geldscheinen ist 1923 billiger als Tapete. Hier werden 1-Mark-Scheine verklebt.

Der passive Widerstand gegen die Besetzung des Ruhrgebietes konnte nur durchgehalten werden, indem der Staat den Lohn für die (nicht geleistete) Arbeit auszahlte. Weil der Staat jedoch auch kein Geld hatte, wurde einfach immer mehr Geld gedruckt.

Geld ohne Wert

Die Wirtschaftskrise wurde immer schlimmer. Inflation herrschte schon seit 1914, ausgelöst durch die Aufnahme von Kriegskrediten (Kriegsanleihen). Das Papiergeld verlor seine Bedeutung als Zahlungsmittel fast völlig. Auch der Verlust großer Gebiete durch die Bestimmungen des Versailler Vertrages war für die deutsche Wirtschaft nach Kriegsende eine Katastrophe, denn dadurch fehlten plötzlich große Vorräte an Rohstoffen, insbesondere Erz und Kohle, die in Lothringen, Oberschlesien und im Saarland gefördert wurde.

Preise explodieren

Mit der Zahlung der Löhne und dem Nachdrucken von Geld stieg die Inflation nun immer mehr an und wurde zur Hyperinflation. Das Geld war immer weniger wert. Die Preise schossen ins Unermessliche. So kostete ein Roggenbrot nun 267 Millionen Mark!
Gut zu sehen ist das am Wert von Briefmarken und Banknoten. Die alten Werte mussten überdruckt werden. Während man 1918 15 Pfennig als Porto für einen Brief zahlen musste, waren es am 3. Oktober 2 Millionen Mark! Am 22. Oktober war das Briefporto dann sogar auf 10 Millionen Mark gestiegen.

Erspartes ist nichts mehr wert

Als Folge der Inflation verloren die Menschen ihr erspartes Geld, denn es war ja nun nichts mehr Wert. Glück hatte, wer Sachwerte besaß, also z. B. Gold oder ein Haus. Wer Schulden gehabt hatte, war nun schuldenfrei! Aber die meisten Menschen litten unter der Inflation, zumal auch die Lebensmittel immer knapper wurden. Hatte man nach Beendigung des Weltkrieges gehofft, dass nun alles besser werden würde, wurde es sogar noch schlimmer!


 
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