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26.4.1925

Paul von Hindenburg wird Reichspräsident

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Paul von Hindenburg
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Reichspräsident von Hindenburg nach Eidesleistung, beim Abschreiten der Front vor dem Reichstagsgebäude am 12.5.1925

Im Alter von erst 54 Jahren war Reichspräsident Friedrich Ebert am 28. Februar 1925 verstorben – er hatte eine Blinddarmentzündung verschleppt. Neuer Reichspräsident wurde der monarchisch gesinnte Paul von Hindenburg.

Erster Wahlgang

Beim ersten Wahlgang am 29. März hatte keiner der acht Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht. Die meisten Stimmen (38,8 Prozent) erhielt Karl Jarres, der für die DVP antrat, gefolgt von Otto Braun (SPD) und Wilhelm Marx (Zentrum).

Die rechten Parteien drängten Hindenburg, sich für die Wahl aufstellen zu lassen, obwohl dieser schon 77 Jahre alt war. Sie sahen, dass Jarres keine Chance hätte, die Wahl gegen Marx zu gewinnen, der nun von den bürgerlichen Parteien als gemeinsamer Kandidat aufgestellt wurde. Das Wahlgesetz erlaubte es, Kandidaten aufzustellen, die im ersten Wahlgang gar nicht angetreten waren.

Zweiter Wahlgang

Am 26. April wurde Hindenburg im zweiten Wahlgang zum neuen Reichspräsidenten gewählt. Gegen ihn angetreten waren Wilhelm Marx und Ernst Thälmann. Marx stand für den bürgerlichen und republiktreuen Block (auch Volksblock genannt), Thälmann trat als kaum aussichtsreicher Kandidat und Außenseiter für die Kommunisten an. Hindenburg erhielt 48,3 Prozent der Stimmen, Wilhelm Marx 45,3 Prozent, Thälmann 6,4 Prozent.

An der Spitze des Staates: ein Monarchist

Die Befürchtung im linken und bürgerlichen Lager war groß, dass Hindenburg nun antirepublikanisch handeln würde. Auch im Ausland war die Wahl nicht begrüßt worden. Offen gegen die Republik agierte Hindenburg indes nicht. Allerdings stand nun eben ein Mann an der Spitze des Staates, der ein früheres Deutschland verkörperte, ein nicht-republikanisches und monarchistisches. In Streitfragen, wie z. B. der um den Bau des Panzerkreuzers A stand Hindenburg auf Seiten der konservativen Parteien. Hindenburg wurde so etwas wie ein Ersatzkaiser für das deutsche Volk. Sein Abbild prangte auf zahlreichen Gebrauchsgegenständen, nach ihm wurden unzählige Dinge benannt.


 
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