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18.2.1943

Goebbels und der "totale Krieg"

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Göbbels bei einer Rede (im Zusammenhang mit dem großen SA-Appell)

Der totale Krieg?!

Im Sportpalast von Berlin hielt der Propagandaminister Joseph Goebbels am 18. Februar 1943 eine Rede, die in die Geschichte einging. Was war so Besonderes an dieser Rede?

Ab wann totaler Krieg?

Wichtig ist zu wissen, dass die deutschen Truppen kurz vor der Rede im Osten einige Niederlagen einstecken mussten. Die sechste Armee war im Kessel von Stalingrad untergegangen. Der Krieg, der für viele so "hoffnungsvoll" begonnen hatte, hatte sich gewendet und viele Menschen, die den Krieg mittlerweile auch vor ihrer Haustür erlebten, waren kriegsmüde. Goebbels wollte mit dieser Rede den Deutschen Kraft und Mut geben, den Krieg weiter zu führen bzw. sich hinter der Regierung und natürlich die deutschen Truppen zu stellen. Diese Rede war also pure Propaganda.

Warum kürzester Krieg?

Die Rede steht als Beispiel für Demagogie und Redekunst. Vom deutschen Volk forderte Goebbels in dieser theatralischen und gestenreichen Rede Opfergeist und größere Anstrengungen. Der Saal wurde durch ein Band geschmückt, auf dem Stand:

"Totaler Krieg - kürzester Krieg"

So stellte Goebbels bei dieser Rede seinen Zuhörern die Frage: "Wollt ihr den totalen Krieg". Und die Antwort lautete? "Ja!", und wurde von tosendem Beifall begleitet.

Was ist der totale Krieg?

Der "totale Krieg" ist somit eine Kriegsführung, bei der alles, was ein Staat und eine Gesellschaft haben, für den Krieg genutzt wird. Dazu gehören dann auch Menschen. Nicht nur Soldaten, sondern alle, die sich irgendwie einsetzen ließen waren damit gemeint. Der Krieg wird nicht mehr allein an der Front geführt (moderne Kriege machen dies fast unmöglich), sondern sie werden mitten unter den Menschen, innerhalb der Zivilbevölkerung geführt. Das einzige Ziel ist die Vernichtung des Gegners.

Und auf diesen unbedingten Vernichtungswillen wollte Göbbels in seiner Rede abzielen.


 
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