Weltklimakonferenz - Klimagipfel - Klimarahmenkonvention

Die Klimarahmenkonvention

1992 wurde die Klimarahmenkonvention beschlossen. Offiziell heißt diese Übereinkunft Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen. 1994 trat es in Kraft. Bis 2022 unterschrieben 197 Staaten die Konvention.

Es handelt sich also um ein internationales Umweltabkommen. Mit ihm soll das Klima besser geschützt werden. Das wichtigste Ziel ist die Senkung des Treibhausgasausstoßes. Die Mitgliedsstaaten haben sich verpflichtet, ihre Treibhausgasbilanz jedes Jahr zu veröffentlichen.
 

Treibhausgase

Treibhausgase sind schädlich für das Klima, denn sie erhöhen die globale Erwärmung. Zu den Treibhausgasen gehören neben Kohlenstoffdioxid (CO2) auch Methan und Lachgas. Treibhausgase heißen so, weil sie zum Treibhauseffekt beitragen, also zur Erhöhung der Temperatur. Dadurch nehmen aber extreme Wetterlagen mit Hitzewellen, Starkregen und Stürmen zu. Der Meeresspiegel steigt. Dürren nehmen zu.

UN-Klimakonferenz, Weltklimagipfel, Weltklimakonferenz

Jedes Jahr treffen sich die Länder, die die Klimarahmenkonvention unterschrieben haben, zu einer Weltklimakonferenz. Man nennt diese Treffen auch UN-Klimakonferenz oder Weltklimagipfel.

Schon 1979 hatte es ein solches Treffen in genf gegeben, einw eiteres folgte 1988 in Toronto und noch eines wieder in Genf im Jahr 1990. Auf dem Klimagipfel in Rio de Janeiro 1992 wurde dann die Klimarahmenkonvention vereinbart.

Ab 1995 gab es dann jährliche Treffen. Wichtige Gipfel waren besonders der in Kyoto 1997 und der in Paris 2015.

Das Kyoto-Protokoll

Auf dem Weltklimagipfel 1997 in Kyoto in Japan wurde ein Zusatzprotokoll zu der Klimarahmenkonvention beschlossen. Das nennt  man kurz auch Kyoto-Protokoll.

Das Kyoto-Protokoll legt Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen fest. Es soll den Klimaschutz vorantreiben. 2005 trat es in Kraft, nachdem die erforderliche Anzahl von Staaten unterschrieben hatte. Bis 2011 hatten dann  191 Staaten das Kyoto-Protokoll unterzeichnet. Die USA gehörten nicht dazu. Kanada trat wieder aus dem Abkommen aus. Damit sind die USA und Kanada die einzigen Industrieländer, die nicht Mitglied des Kyoto-Protokolls sind.

Das Kyoto-Protokoll unterscheidet zwischen Industriestaaten und Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Industrieländer verpflichteten sich im Kyoto-Protokoll, zwischen 2008 und 2012 ihre Treibhausemissionen um durchschnittlich 5,2 Prozent zu senken gegenüber dem Stand von 1990. Entwicklungsländer und Schwellenländer erhielten keine Vorgaben. Für die 15 EU-Länder, die das Protokoll unterschrieben, galt zum Beispiel ein Ziel von 8 Prozent, das diese untereinander wieder aufteilten.

Umweltschützer kritisierten, dass diese Ziele zu niedrig angesetzt seien. Obwohl seit 1995 jährlich Weltklimagipfel stattfinden, steigen die Treibhausgasemissionen weiter.

Formal wurden die angestrebten Ziele erreicht. Allerdings geschah das weniger durch Maßnahmen, sondern hatte andere Gründe wie das Ende des Ostblocks mit dem Zerfall der Volkswirtschaften in Osteuropa nach 1990 oder die Finanzkrise ab 2007.

Für eine Verlängerung und somit einen neuen Zeitraum zur Senkung des Ausstoßes zwischen 2013 und 2020 fanden sich für "Kyoto II" nicht genügend Unterzeichner. Man war sich über viele Punkte nicht einig. Als die erforderliche Anzahl an Ländern endlich unterschrieben hatte, war schon das Jahr 2020 gekommen. Für nur wenige Stunden trat Kyoto II dann in Kraft.
 

Pariser Klimaabkommen

2015 traf man sich zum Weltklimagipfel in Paris. Dort schlossen die Länder das Übereinkommen von Paris. Es ersetzte das Kyoto-Protokoll.

In diesem Pariser Klimaabkommen wurde das Ziel festgelegt, die Erderwärmung auf unter 2 °C zu begrenzen, und zwar bis zum Jahr 2100 und im Vergleich zu vorindustriellen Zeiten. Man spricht auch vom Zwei-Grad-Ziel. Allerdings legen Studien nahe, dass selbst eine Begrenzung auf 2 Grad nicht ausreichen wird und dass es unumkehrbare Klimaänderungen geben wird.

Möglichst sollen darum auch 1,5 Grad erreicht werden. Zwischen 2045 und 2060 sollen der Treibhausgasausstoß darum auf Null zurückgefahren werden. Dafür muss die Verbrennung fossiler Energiestoffe komplett aufhören. Energie soll also nicht mehr aus Kohle, Erdgas oder Erdöl gewonnen werden, sondern aus erneuerbaren Energien wie Sonne, Wasser und Wind.

195 Staaten - und somit alle Staaten der Erde - und die EU unterzeichneten das Übereinkommen von Paris. Die USA traten unter Präsident Donald Trump im November 2020 aus dem Abkommen aus, doch unter Präsident Joe Biden im Januar 2021 wieder bei.
 

Geschichte der Klimakonferenz

[ © ZDF/logo/Judith Vehar CC BY 4.0 ]