Die Bücherverbrennung
10.05.1933
10. Mai 1933: Bücherverbrennung in Deutschland
Am 10. Mai 1933 fanden in vielen deutschen Universitätsstädten öffentliche Bücherverbrennungen statt. Organisiert wurden sie vor allem von der nationalsozialistisch geprägten Deutschen Studentenschaft. Die Aktionen waren der Höhepunkt der Kampagne „Wider den undeutschen Geist“.
Auf öffentlichen Plätzen wurden Bücher von Autorinnen und Autoren verbrannt, die nicht in das Weltbild der Nationalsozialisten passten. Dazu gehörten Werke von jüdischen, linken, liberalen und pazifistischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Verbrannt wurden unter anderem Bücher von Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Sigmund Freud, Erich Kästner, Heinrich Mann, Stefan Zweig, Erich Maria Remarque, Kurt Tucholsky und vielen anderen.
Die Bücherverbrennungen waren mehr als die Zerstörung von Büchern. Sie waren eine öffentliche Drohung gegen freies Denken, gegen kritische Wissenschaft und gegen eine vielfältige Kultur. Das NS-Regime zeigte damit, welche Meinungen und Menschen in Deutschland keinen Platz mehr haben sollten.
Eine ausführliche Erklärung findest du im Artikel Bücherverbrennung.



