Streit um die 35-Stunden-Woche

3. 4. - 6. 7. 1984

Forderung: 35-Stunden-Woche statt 40-Stunden-Woche

1984 kam es zum Streit um die 35-Stunden-Woche. Seit 1965 galt in der Bundesrepublik die 40-Stunden-Woche. Gearbeitet wurde dann üblicherweise an 5 Tagen in der Woche (also nicht mehr samstags), und zwar jeweils 8 Stunden. Die Druckindustrie begann damit und 1967 folgten Metallindustrie und Holzverarbeitung. In den folgenden Jahren wurde die 40-Stunden-Woche zum Standard in fast allen Branchen.
 

Streik in der Druckindustrie für die 35-Stunde-Woche

Nachdem die Gewerkschaften die 40-Stunden-Woche erreicht hatte, gab es neue Ziele, was die Verkürzung der Arbeitszeit betraf. Die Gewerkschaften der Druck- und Metallindustrie forderten 1984 die 35-Stunden-Woche. Als eine Einigung darüber mit den Arbeitgebern nicht zustande kam, wurde ab dem 12. April bei den Druckern gestreikt.
 

Kompromiss: 38,5-Stunden-Woche

Am 1. Juli 1984 beendeten die Metaller ihren Arbeitskampf und akzeptierten eine Regelarbeitszeit von 38,5 Stunden.

Wenige Tage später, am 6. Juli, beendeten auch die Drucker ihren Streik und übernahmen den Kompromiss der Metallbranche.

Die 35-Stunden-Woche wurde erst in den nächsten Jahren schrittweise erreicht.