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Die Rote Armee Fraktion


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Logo der RAF: Ein Roter Stern und eine Maschinenpistole Heckler & Koch MP5

Rote Armee Fraktion, abgekürzt RAF, nannte sich eine Gruppe von linksextremistischen Terroristen, die seit 1970 die Bundesrepublik in Angst und Schrecken versetzte.

Was wollten sie?

Die Mitglieder der RAF protestierten gegen den Kapitalismus, gegen den Vietnamkrieg und gegen die USA, deren Politik als imperialistisch abgelehnt wurde. Während die Studentenbewegung noch mit friedlichen Mitteln nach Lösungen gesucht hatte, befanden die Mitglieder der RAF, dass nur Gewalt zum Ziel führen würde.

Die Befreiung Baaders

Der Aufbau einer militanten Gruppe war schon geplant, als Andreas Baader verhaftet wurde. Er gehörte zu den Brandstiftern, die aus Protest gegen den Krieg in Vietnam Kaufhäuser in Brand gesteckt hatten. Mit Baaders gewaltsamer Befreiung aus der Haft begann die eigentliche Geschichte der RAF. Die Gründungsmitglieder gingen in den Untergrund und führten von hier aus ihren Kampf gegen den Staat.

Jahre des Kampfes

Viele Jahre hielt die Gruppe diesen Kampf gegen die Bundesrepublik aufrecht. Höhepunkt des Terrorismus war das Jahr 1977, als die "erste Generation" der RAF schon gefasst war und ihre Gesinnungsgenossen der "zweiten Generation" versuchte, sie mit Gewalttaten freizupressen. Siegfried Buback und Jürgen Ponto wurden ermordet, Hanns Martin Schleyer wurde nach mehreren Wochen Geiselhaft ebenfalls brutal hingerichtet.

Die tödliche Bilanz

Insgesamt gehen 34 Morde, mehrere Entführungen, Banküberfälle und Sprengstoffanschläge auf das Konto der Terroristen. Es gab viele Verletzte. Es wurde auch erheblicher Sachschaden angerichtet. Von der Gruppe selbst kamen 27 Personen ums Leben: durch Selbstmord, bei Polizeieinsätzen oder durch Hungerstreik. 1998 erklärte die Gruppe, dass sie sich aufgelöst habe.

Hier siehst du ein Video über die Rote Armee Fraktion:

Quelle: www.history-vision.de

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