... und was zu trinken?


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Etikett der Club-Cola
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Kakaopulver zum Anrühren in Milch

Mineralwasser, Saft und Limonade trank man in der DDR genauso wie in der Bundesrepublik. Kaffee, Kakao und Tee waren als Heißgetränke beliebt. Welche Unterschiede gab es bei den Getränken? Einige im Westen beliebte Getränke wie Cola brachte man schließlich auch in eigenen DDR-Varianten heraus.

Anderes wie Kaffee oder Kakao war nicht immer zu bekommen und zudem teuer, denn Rohkaffee und Kakao mussten ja teuer eingeführt werden, weil es nicht im eigenen Land und auch nicht in den sozialistischen Bruderländern wuchs.

Limonade

Karena war eine bekannte Limonade mit Grapefruitgeschmack. Der Name steht für Kalorienreduziert naturtrüb. Das Getränk gab es wie andere auch abgefüllt in Mehrweg-Pfandflaschen. Diese hatten ein hellblaues Etikett mit orange-gelbem Schriftzug. Der Verkaufspreis betrug 0,65 Mark der DDR für 0,5 Liter, dazu kamen 30 Pfennig Pfand.

Cola

Gleich mehrere Cola-Sorten brachte man in der DDR auf den Markt. Am bekanntesten sind Club-Cola und Vita-Cola. Vita-Cola kam 1958 in den Handel. Sie schmeckt leicht nach Zitrone. Club-Cola wurde ab 1967 produziert. Sie hatte einen weicheren, weniger herben Geschmack und wurde auf Wunsch der SED nach westlichen Vorbildern entwickelt. Beide Sorten verkauften sich sehr gut und wurden schließlich in mehreren Betrieben im ganzen Land hergestellt. Weil jeder Betrieb andere Etiketten verwendete, war das Erscheinungsbild nicht einheitlich.

Kakao

Kinder tranken gern Kakao. Dafür gab es Lekopres. Das war ein kakaohaltiges Pulver aus dem VEB YSAT Wernigerode.

Kaffee

Für viele Erwachsene bedeutete Kaffee ein Stück Lebensqualität. Auf Kaffee wollte man nicht verzichten. Doch das Einführen von Rohkaffee war teuer und so blieb Kaffee in der DDR immer ein Luxusprodukt. Als nach einer schlechten Ernte in Brasilien die Kaffeepreise explodierten, konnte noch weniger Kaffee eingekauft werden als sowieso schon (siehe auch: Kaffeekrise unter Einkaufen).

Man führte einen Mischkaffee ein, bei dem die Hälfte zugemischt wurde aus Gerste, Erbsen oder Zuckerrüben. Weil das aber überhaupt nicht schmeckte, musste die SED den Kaffee-Mix, spöttisch "Erichs Krönung" genannt, wieder vom Markt nehmen. Sehr beliebt war Kaffee im Westpaket. Man schätzt, dass insgesamt ein Fünftel des gesamten Kaffeeverbrauchs in der DDR durch diese Pakete ins Land kam.


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