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Was ist die "Auschwitzlüge"?


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Diese Brillen wurden den Menschen abgenommen, bevor sie in den Gaskammern ermordet wurden.
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Trotz Auschwitz darf die Hoffnung nicht sterben.

Es gibt immer noch Menschen, die leugnen, dass es Auschwitz und die Vernichtung der Juden überhaupt gegeben hat. Sie behaupten, es sei Propaganda der Siegermächte, die Deutschlands Ansehen in den Schmutz ziehen wollten.

Verständlich ist, dass man solch ungeheuerliche Verbrechen wie den Mord an Millionen von Menschen nicht unbedingt wahr haben wollte oder auch will. Wer aber Auschwitz leugnet, der begeht das Verbrechen von Neuem und stellt sich der Wahrheit nicht.

Das Verbrechen an Juden und vielen weiteren übersteigt die Phantasie

Oft geht mit dem Leugnen die Behauptung einher, die Juden und die Kommunisten hätten dies erfunden, um Deutschland besser ausplündern zu können. Was natürlich völliger Unsinn ist, aber es gibt Menschen, die dieser Lüge immer wieder aufsitzen und das glauben. Die so genannte Endlösung, der geplante Völkermord an den Juden, übersteigt jede menschliche Phantasie. Beweise für den Mord gibt es zur Genüge.

Wer heute noch leugnet, dass es den Holocaust und Auschwitz gegeben hat, und diese Lüge verbreitet, kann nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsrechts  wegen "erwiesen unwahrer Tatsachenbehauptung" bestraft werden.

So steht es unter Strafe, wenn jemand in Deutschland den Holocaust leugnet. Vor allem Antisemiten und auch Rechtsextreme leugnen es oft, dass es in Auschwitz zu schlimmen Verbrechen und der Ermordung von vielen Menschen, vor allem der Juden gekommen. Dabei steht "Auschwitz", als eines der Konzentrationslager im Osten, letztlich stellvertretend für viele weitere Vernichtungslager. Manche leugnen die Taten ganz, andere verharmlosen diese und sagen, dass die Zahlen von mehr als 6 Millionen Juden nicht stimmen würden. Oft wird auch behauptet, viele seien an Seuchen oder an Krankheiten gestorben.

In manchen Staaten - nicht in Deutschland! - steht das Leugnen nicht unter Strafe, sondern fällt unter die so genannte Meinungsfreiheit. Diese ist sicherlich ein hohes Gut, die Holocaustleugnung fällt in Deutschland allerdings nicht unter die Meinungsfreiheit, sondern ist ein strafbarer Tatbestand.

Interessant ist, dass das nationalsozialistische Regime selbst noch während seiner Herrschaft begonnen hatte, Beweise zu vernichten. Oftmals sollte die Sprache auch die grausamen Taten verschleiern. So sprach man nicht von "Ermordung", sondern nutzte Begriffe wie "Sonderbehandlung" oder Evakuierung. Auch der Begriff der "Endlösung" wurde verwendet, der auch für nichts anderes als den Mord an Millionen von Menschen stand.

Weitere Informationen zum Thema Auschwitzlüge findest du auch bei HanisauLand.


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