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27. 5. - 4. 6. 1967

Besuch des persischen Schahs

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Bundespräsident Heinrich Lübke empfing den Schah und seine Frau Fara Diba auf Schloss Augustusburg in Brühl. Vorne stehen von links nach rechts: Heinrich Lübke, Schah Mohammed Reza Pahlevi, Kaiserin Fara Diba und Wilhelmine Lübke.

Vom 27. Mai bis zum 4. Juni 1967 weilten der Schah von Persien und seine Frau in der Bundesrepublik. Das Kaiserpaar besuchte Bonn, Köln, Aachen, Jülich, Rothenburg ob der Tauber, München, Kiel, Hamburg und Berlin.

Proteste gegen den Schah-Besuch

Schon Wochen zuvor hatte es Proteste gegen den Besuch gegeben. Viele Iraner waren zum Studium nach Europa gegangen. Insgesamt studierten rund 60.000 Iraner im Ausland. Viele waren Gegner des Schah-Regimes und sprachen sich für eine Republik und weiter gehende Reformen aus. Viele gehörten der "Konföderation iranischer Studenten" (CIS) an, die sich für eine Revolution aussprach und deren Vorbild die kommunistische Volksrepublik China war. Die CIS arbeitete eng mit dem SDS zusammen. Der Studentenbund forderte die Überprüfung der Politik der Bundesrepublik gegenüber dem Iran. Kritisiert wurde auch die Nähe des Irans zu den USA. In mehreren westdeutschen Städten kam es zu Protesten gegen den Schah-Besuch.

Demonstranten gegen Jubel-Perser

Am 2. Juni war der Schah in West-Berlin. Am Vormittag wurde vor dem Schöneberger Rathaus demonstriert. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit Schah-Anhängern. Man nannte sie auch spöttisch "Jubel-Perser". Diese prügelten auf die Demonstranten ein, die Polizei half nicht, sondern ging selber mit Wasserwerfern auf die Demonstranten los.

Vor der Deutschen Oper in Berlin

Am Abend besuchte der Schah eine Vorstellung der "Zauberflöte" in der Deutschen Oper. Vor dem Gebäude kam es erneut zu einer Demonstration. Man warf Eier, Tomaten und Steine, doch die Entfernung war zu groß um den Staatsgast zu treffen. Ein Polizist wurde jedoch von einem Stein getroffen und blutete.

Das Todesopfer

Der Berliner Polizeipräsident ordnete die "Leberwursttaktik" an, um Panik zu erzeugen: Die Demonstranten sollten auf engem Raum eingekesselt werden, dann wurde von der Mitte aus mit Schlagstöcken auf sie eingeprügelt, sodass die Gruppe an den Rändern auseinanderbrach - so als stäche man mitten in eine Leberwurst, die dann an den Enden auseinanderplatzt. Außen empfingen dann Wasserwerfer die Demonstranten. Im Gemenge vor der Deutschen Oper kam es dann zu den tödlichen Schüssen auf den Studenten Benno Ohnesorg (siehe auch: Ermordung Benno Ohnesorgs).


 
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